Kuba

Kuba

„Nie sah ich schöneres Land, noch freundlichere Menschen.“ Dies sind die ersten Worte, die Christoph Kolumbus in das Logbuch der Santa Maria schrieb, nachdem er in der Bucht von Bariay vor Kuba den Anker auswerfen ließ – das erste Mal auf amerikanischem Boden … Heute ist Kuba ein beliebtes Reiseziel. Und wer könnte die vielen Pauschalreisen zählen, die an die Strände der Karibik führen? Wir zeigen Ihnen mehr als eine Badeinsel – ein anderes Kuba, vor dem noch nicht viele Anker fielen!

Wie Kolumbus werden auch Sie verzaubert sein von Kuba, einer Insel, die umrahmt ist von weißen Traumstränden und grün schimmerndem Meer. Erkunden Sie den unverfälschten Charakter der kubanischen Kultur und die karibische Pflanzenpracht – zum Beispiel bei einer Rundreise im Mietwagen, unsere besonderen Empfehlung!

Und denken Sie nicht, Sie könnten Kuba auf die Schnelle erkunden! Die größte unter den Inseln der Großen Antillen ist etwas größer als Bayern und Baden-Württemberg zusammen und insgesamt über 1.000 Kilometer lang.

Sie werden nicht nur von der überraschend grünen Natur auf Kuba beeindruckt sein oder dem historischen Erbe. Auch die Mentalität der Kubaner, ihre Ungezwungenheit und Lebenslust, werden Sie so schnell nicht vergessen! Blankpolierte amerikanische Oldtimer, bunt getünchte Häuserfassaden oder der Son, die traditionelle kubanische Musik, die im Film Buena Vista Social Club porträtiert wird – das sind die Bilder, die wir von Kuba im Kopf haben. Auf dem politisch isolierten, sozialistischen Insel-Staat ist in den mehr als 50 Jahren Castro-Regierung eine eigene Welt entstanden. Und diese ist dabei, sich zu öffnen. Eine spannende Phase …

Wenn Sie die ausgetretenen Touristenwege zwischen Hotel und Strand verlassen, werden Sie die wahre Schönheit von Kuba entdecken.


 

Weitere Reiseinfos zu Kuba

Kuba kann man ganzjährig bereisen: Trockenzeit ist von November bis April, „Regenzeit“ von Mai bis Oktober (meist nur kurze, heftige Schauer am Nachmittag, dennoch viel Sonne. Viele Tage sind trotz „Regenzeit“ regenfrei).

Hurrikans können vereinzelt von Juni bis November auftreten. Die Jahres- Durchschnittstemperatur liegt bei 25 Grad. Im Sommer liegt die Maximaltemperatur zwischen 30 und 34 Grad – einhergehend mit großer Schwüle (81% Luftfeuchtigkeit).

Im Osten des Landes (Santiago, Baracoa, Holguín) ist es meist noch 3 bis 5 Grad wärmer und damit das ganze Jahr über sehr warm. Im Raum Havanna/Varadero und Westkuba (Pinar del Rio) können die Temperaturen im Winter (Dezember bis Februar) nachts auch mal auf 14 Grad abfallen und es kann feucht-kühl werden. Tagsüber liegen die Temperaturen jedoch immer über 20 Grad.
Die karibische Seite (Trinidad/Cienfuegos) ist grundsätzlich etwas wärmer als die Atlantikseite (Cayo Coco, Cayo Santa María). Ebenso das Inselparadies Cayo Largo (Karibisches Meer) zwischen Mexiko und Kuba.

Beste Reisezeit: November bis April. Die Temperaturen sind in dieser Zeit etwas niedriger als in den anderen Monaten. Wobei es auf Kuba generell sehr geringe Temperaturschwankungen gibt.

Kuba hat einen Zeitunterschied von 6 Stunden zu Mitteleuropa. Sie müssen die Uhr also sechs Stunden zurück stellen.

Auf Kuba wird, wie in fast allen lateinamerikanischen Ländern, Spanisch gesprochen. Es existieren keine weiteren, anerkannten Sprachen auf Kuba. Die meisten Kubaner sprechen ausschließlich Spanisch. In den touristisch zentrierten Orten wird vereinzelt englisch gesprochen. Ein paar Brocken Spanisch zu sprechen, ist jedoch nicht nur höflich, sondern kann auch sehr hilfreich sein, besonders für Individualreisende.

Gewaltkriminalität gegenüber Touristen kommt so gut wie nicht vor. Auch nachts kann man sich relativ sicher bewegen. Aber man wird häufig angesprochen, vor allem dort, wo sich viele Touristen aufhalten. Ziel ist es irgendwelche Dienstleistungen (z. B. Restaurantempfehlungen, Verkauf von Zigarren und Rum etc.) an den Mann oder die Frau zu bringen. Taschendiebstähle kommen vor, hauptsächlich in Alt-Havanna und am Malecón, daher dort besonders beim Kontakt mit Kindern auf Uhr, Portemonnaie und Fotoapparat achten. Die „Kleinen“ sind geschickt mit Ablenkungsmanövern. Generell – wie auch in anderen Ländern – keine Wertsachen zu exponiert am Körper tragen.

Nehmen Sie leichte Sommerkleidung mit – das reicht. Allerdings sind Restaurants und Hotels zumeist stark klimatisiert, deshalb sollten sie außerdem an einen Pullover oder an eine Jacke denken. In Bars und Restaurants wird gepflegte Kleidung erwartet, Herren sollten zum Abendessen lange Hosen tragen. Kubaner legen insgesamt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und ziehen sich insbesondere beim Ausgehen schick an. Etliche Discos und Restaurants gewähren keinen Einlass in kurzen Hosen oder Turnschuhen  – auch Jeans und T-Shirt können zum Problem werden. 
Nacktbaden ist auf Kuba nicht gestattet. ‘Oben ohne’-Sonnenbaden wird zwar nicht gern gesehen, wird aber an touristischen Stränden wie in Varadero oder auf Cayo Santa Maria und Cayo Santo Largo toleriert.

Netzspannung: 110/120 V (Hotels teilweise 220 V)
Frequenz: 60 Hz
Steckdosen: amerikanisch
Reisestecker-Adapter notwendig: Ja

Die Stromversorgung beträgt fast immer 110 Volt. Die Steckdosen sind für Flachstecker eingerichtet. Ein Adapter ist deshalb in den meisten Fällen erforderlich. Vor Ort ist dieser nur schwer erhältlich. Sie sollten diesen im gut sortierten Elektrohandel vor Ihrer Abreise erwerben.

Allgemeiner Notruf / Polizei: 106
Feuerwehr: 105
Unfallrettung: 104
Vorwahl: +53

Deutsche Botschaft in Kuba
Calle 13, No. 652, esq. B, Vedado
La Habana
Tel: (0053) 7 833 24 60
Fax (0053) 7 833 15 86
https://havanna.diplo.de/cu-de

Schweizerische Botschaft in Kuba
5ta Avenida no. 2005
entre 20 y 22, Miramar, Playa
La Habana 11300
Tel. (0053) 7 204 11 48
Fax (0053) 7 204 11 48
https://www.eda.admin.ch/countries/cuba/de/home/vertretungen/botschaft.html

Österreichische Botschaft in Kuba
Avenida 5ta A No. 6617
esq. a calle 70
Miramar, Havanna
Tel: (0053) 7204 28 25
Fax: (0053) 7204 12 35
https://www.bmeia.gv.at/oeb-havanna/

Internet:
Der WLAN-Internetzugang in Kuba ist begrenzt und nur in grösseren Hotels oder an einigen öffentlichen Plätzen möglich. Einige Mobiltelefone sind blockiert und in Kuba nicht WLAN-fähig. In diesem Fall kann das Telefon bei einem Betreiber vor Ort aktiviert werden. Die für den WLAN-Zugang notwendigen Internet-Karten erhält man im Hotel (bis zu 8 CUC pro Stunde) oder direkt bei der Telekommunikationsfirma Etecsa (1 CUC pro Stunde oder 5 CUC für 5 Stunden). Um eine Karte zu kaufen, ist es möglich, dass Sie Schlange stehen müssen. Es lohnt sich, sich zuvor zu erkundigen, ob es Internetkarten gibt, da diese häufig ausverkauft sind. Sollte dem so sein, bleibt nichts anderes übrig, als auf einen Platz mit WLAN-Zugang zu gehen und dort eine Karte von einem Wiederverkäufer zu kaufen (3 CUC pro Stunde). Der Internetzugang ist langsamer als in Europa, einige Seiten und Apps sind blockiert, z.B. Skype. Wer auf die Videokonferenz nicht verzichten möchte, kann sich die Alternative, die alle Kubaner nutzen, herunterladen: Imo App.

Handys:
Mit den meisten internationalen Mobilfunkanbietern bestehen Roaming-Abkommen, wodurch die meisten Mobiltelefone in Kuba genutzt werden können. Unter Umständen muss dies zuerst bei einem Betreiber vor Ort aktiviert werden. Das Mobiltelefon funktioniert meistens einwandfrei, die Preise sind jedoch extrem hoch (Anrufe nach Europa bis zu 5€ pro Minute). Wer in Kuba telefonieren muss, kauft am besten eine Telefonkarte (tarjeta propia). Unter Vorlegen Ihres Reisepasses können Sie bei ETECSA für 40 CUC eine kubanische SIM-Card inkl. 10 CUC Guthaben zu kaufen. Dort kann die Karte auch wieder aufgeladen werden. Die Karte gibt es in CUP (für Inlandanrufe) und CUC (für Anrufe ins Ausland). Die Karte kann von jedem öffentlichen Telefon aus benutzt werden, häufig auch von Privattelefonen aus. Um zu telefonieren wählt man die auf der Karte angegebene Gratisnummer, gibt dann den persönlichen Kartencode und danach die gewünschte Nummer ein. Um von Kuba ins Ausland zu telefonieren, muss zuerst der internationale Zugangscode 119 gewählt werden, gefolgt von der Landesvorwahl (ohne 0).

Es sind keine besonderen Impfungen erforderlich. Kuba besitzt gut ausgebildete Ärzte – aber aufgrund des Embargos mangelt es an Medikamenten. Für Ausländer gibt es jedoch fast alle Medikamente und Spezialkliniken. In den besseren Hotels sind ständig Ärzte verfügbar. Die Behandlung von Ausländern in Krankenhäusern ist sehr teuer, da der Staat auf diese Weise an Devisen kommt. Daher ist der Abschluss einer Reisekranken- und Reise-Unfallversicherung unbedingt empfehlenswert bzw. verpflichtend.

Regelmäßig benötigte Medikamente sollten natürlich in ausreichender Menge mitgeführt werden. Für die Reiseapotheke empfehlen wir: Anti-Mückenmittel, Salbe gegen den Juckreiz, Wundsalbe und Pflaster, ein Mittel gegen Durchfall und etwas, um den Mineralverlust bei Durchfall auszugleichen.

Das Leitungswasser sollte man nicht trinken!

Kuba ist frei von Malaria. Gängiger ist das Denguefieber, welches landesweit durch eine tagaktive Mückenart übertragen wird. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. Die einzige Möglichkeit, sich vor dem Virus zu schützen, ist die Vermeidung eines Stiches durch guten Mückenschutz. Zur Vorbeugung werden körperbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel empfohlen. Im Hotelzimmer schützt eine laufende Klimaanlage bzw. ein Ventilator.
Vor allem auf den Cayos (Cayo Coco, Cayo Largo, Cayo Santa María, Cayo Levisa) aber auch in der Zone Holguín/Guardalavaca ist Moskitoschutz empfehlenswert. Auch bei Ausflügen ins Landesinnere (Tabakland). Am Besten sollte dieser schon in Deutschland gekauft werden, da die kubanischen oder aus der Karibik eingeführten Anti-Moskito-Mittel nicht besonders gut riechen.

Ein heikles Thema. Kuba ist kein Gourmet-Land. Die Küche ist einfach und die Auswahl nicht sehr vielfältig. Das Essen basiert im Wesentlichen auf Huhn, Schweinefleisch, Rindfleisch und Fisch, alles einfach zubereitet. Am teuersten sind Meeresfrüchte (Langusten, Camarones, Muscheln). Viele Rezepte sind nach der Revolution verloren gegangen. In staatlichen Restaurants kommt oft nicht frische Ware, sondern Tiefgekühltes auf den Tisch. Kubanische Köche habe kaum internationale Erfahrung und es fehlt ihnen daher noch an Raffinesse bei der Zubereitung der Gerichte. Und häufig ist das Essen teurer als in Europa bei schlechterer Qualität. Saucen sind fast unbekannt und Salate einfach und relativ phantasielos (Kuba ist kein Salat-Land, kein Saucen-Land und auch kein Brot-Land!).

Eine empfehlenswerte Alternative wurde vor wenigen Jahren durch die Legalisierung der sogenannten Paladares eingeführt. Dabei handelt es sich um kleine Restaurants im Privatbesitz, die jedoch unter verschiedenen staatlichen Restriktionen stehen. So darf eine Paladar meist nur über maximal 4 Tische verfügen. Außerdem hat der Staat sehr hohe Steuern verhängt, so dass Sie in einer Paladar auch keine Billigpreise erwarten können. Sie dürfen aber durchaus schmackhaftes, dennoch einfaches Essen erwarten. Im Gegensatz zu den großen, staatlich geführten Hotelketten wird hier von den Familien selbst gekocht, was die Qualität des Essens oft sehr verbessert.

In einigen Restaurants, Paladares, Bars, Diskotheken oder Cabarets wird keine Karte gezeigt (obwohl es diese per Gesetz geben muss) und einfach ein Preis für Getränke und Essen genannt. Dieser Preis ist dann oft zu hoch und die Kellner stecken die Differenz ein. Daher immer auf eine Karte bestehen!

Übrigens: Sensationsmeldungen über die schlechte Versorgungslage auf Kuba werden von unseren Partnern vor Ort dementiert.

Vegetarisches Essen ist auf Kuba noch eher wenig verbreitet. Es gibt mittlerweile einige wenige vegetarische Restaurants, die von Kubanern eher selten besucht werden. Diese bevorzugen meist deftige Mahlzeiten mit Reis, Bohnen und Fleisch (z.B. Huhn, Schwein, Rind). Fisch und Meeresfrüchte werden vor allem in privaten Restaurants (Paladares) angeboten. In staatlichen Restaurants wird Fleisch gerne durch Ei (z.B. in Form von Tortilla) ersetzt. Auch die Salatauswahl ist meist nicht sehr einfallsreich. Zudem ist das Obst- und Gemüseangebot auf Kuba immer saisonabhängig.
In Hotels bestehen für Vegetarier durch gezielte Auswahl am Buffet weniger Probleme.

Viele Restaurants, Bars oder Cabarets sind „amerikanisch“ tiefgekühlt. Im Winter (besonders Dezember bis Februar), wenn die Temperaturen nachts manchmal bis auf 14 Grad sinken, kann daher ein leichtes „Jäckchen“ oder ein T-Shirt unter dem Hemd nicht schaden.

Unbedingt empfehlenswert: Reisekranken-/Unfallversicherung, Reiserücktritts- und Reisegepäckversicherung.

EU-Bürger benötigen eine Touristenkarte (ab 27,50 Euro, inkl. Mwst / exkl. Versandkosten). Diese gilt für 30 Tage und muss zusammen mit einem Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, vorgelegt werden. Die Touristenkarte kann vor Abflug bei uns erworben werden.

Weiterhin müssen Sie eine für Kuba gültige Auslandskrankenversicherung nachweisen. Achtung: hier werden nur die privaten Versicherungen, die Kuba abdecken, anerkannt. Nehmen Sie einen Nachweis mit, am besten auf Spanisch. Fragen Sie bei deiner Versicherung nach, sie kann Ihnen diese Bestätigung ausstellen. Erfahrungsgemäß will das Dokument meistens niemand sehen, aber falls Sie unverhofft einen Arzt aufsuchen müssen, ist es wichtig, den Beleg vorzeigen zu können.

Im Zweifelsfall können Sie am Flughafen in Havanna auch eine Krankenversicherung für Ihren Aufenthalt abschließen.

Kinder sollten einen Kinderreisepass mit Lichtbild mitführen.

Kuba ist ein Bargeld-Land. Wir empfehlen unseren Reise-Gästen, nur Euro nach Kuba mitzunehmen. Die Landeswährung, der kubanische Peso (CUP), darf nur in geringen Mengen ein- und ausgeführt werden. Beim Wechseln von großen Scheinen gibt es fast immer Probleme. Man sollte daher immer ausreichend kleine Noten dabei haben. Wechsel- und Bankgeschäfte lassen sich problemlos in allen größeren Städten sowie den Tourismusgebieten (Varadero, Guardalavaca und Cayos) erledigen. Seit einigen Jahren werden in den Tourismuszentren Varadero, Guardalavaca und den Cayos Euro als gültiges Zahlungsmittel akzeptiert.
Kreditkarten werden zumeist nur in Hotels und sehr guten Restaurants akzeptiert. Es werden grundsätzlich keine amerikanischen Kreditkarten (z. B. American Express, Diners) akzeptiert und auch keine Kreditkarten, die über amerikanische Banken (z. B. Citybank) abgerechnet werden.

Bitte beachten Sie außerdem, dass an den Bankautomaten (z.B. Popular de Ahorro, BFI oder Metropolitano) lediglich mit der VISA-KREDITKARTE Geld abgehoben werden kann. Mit der Master-Card o.ä. müssen Sie direkt in die Bank gehen, um an Geld zu kommen. Erforderlich ist die Vorlage des Reisepasses zusammen mit der Kreditkarte (eine PIN ist nur bei Geldautomaten in Havanna oder Santiago de Kuba erforderlich). Die Geldabhebung mittels Kreditkarte ist etwas günstiger als der Bargeldumtausch.

Sollten Sie vor Ort Probleme mit Ihrer Kreditkarte haben, können Sie sich an die Serviceagentur Centro de Tarjetas Fincimex SA im Hotel Habana Libre wenden (Tel. 0053 7 554466).

VISA- und Reiseschecks werden derzeit für Kuba von den Banken nicht ausgestellt.

Wegen Treibstoffmangels ist die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nur sehr eingeschränkt möglich. Touristentaxis erheben meist eine Grundgebühr von 1 CUC und für jeden weiteren Kilometer 40 – 70 Cents (nachts ca. 20% mehr).

Inlandsflüge sollten wegen begrenzter Kapazität bereits von Deutschland aus gebucht werden.

Tun Sie’s nicht, denn was auf der Straße angeboten wird, ist oft keine Qualitäts-Ware. Man erzählt Ihnen, dass jemand in der Familie in der Zigarrenfabrik arbeitet, um Ihr Vertrauen zu gewinnen. Und auch wenn die angebotenen Zigarren bei Betrachtung schön aussehen, ist die Qualität zumeist nicht die Erwartete. Sicherlich, man kann auch schwarz gekaufte Zigarren mit Genuss rauchen, aber es sind dann halt keine echten Cohibas oder Monte-Christos. Die Ware ist meist nur das wert, was sie dafür bezahlt haben.

Ein freundliches “Hey my friend!”, “Amigo!“, „English?“, „Klinsmann! Beckenbauer!“, oder die Frage nach der Uhrzeit. Zumeist passiert das nur an von Touristen frequentierten Punkten und es geht in Wirklichkeit nur darum, mit Ihnen ins „Geschäft“ zu kommen. Anbieten von privaten Restaurants, wo der Betreffende eine Kommission erhält, Schwarz-Verkauf von Zigarren oder auch weiblicher Schönheit. Zuerst reagiert man als Tourist noch nett, aber mit der Zeit kann es auch etwas lästig werden. Daher am besten von Anfang an freundlich aber bestimmt ignorieren und nicht auf ein Gespräch einlassen. Diese so genannten „Jineteros“ (“Reiter“), halten sich nur dort auf, wo viele Touristen sind. An nicht touristischen Punkten wird man dagegen nur selten angesprochen.

Auch hier steht zumeist nur das Geld, das „Schnorren“ eines Bieres oder die Anbahnung von Sex im Mittelpunkt. Wer Ihnen dabei erzählt, wie schwer sein Leben in Kuba angeblich sei, der übertreibt. Denn wenn er sich in CUC-Bars (wo man in Devisen bezahlt) aufhält, kann es ihm nicht so schlecht gehen.

In Kuba gibt es keine Kinderarmut. Alle müssen zur Schule gehen und kein Kind hungert. Die Kids – besonders in der Altstadt – machen sich aber oft einen Sport daraus, Touristen um Kleinigkeiten zu bitten und einige verdienen damit gar nicht schlecht, denn so mancher Tourist wird weich und gibt einen CUC. Bleiben Sie hart! Denn kein Kind in Kuba hat Betteln nötig. Und achten Sie bitte etwas auf Ihre Wertsachen (besonders am Malecón), da sich unter den Kindern manchmal (leider) auch kleine Taschendiebe befinden.

In der Altstadt von Havanna werden Touristen oft darum gebeten, Milch (spanisch: leche) für die Kleinkinder der Familie zu kaufen. Dies ist nur ein Trick. Der Betreffende kauft die Milch in Ihrer Gegenwart. Später, wenn Sie weg sind, tauscht er sie jedoch für den CUC-Betrag im Laden wieder ein (im Übrigen erhalten Kleinkinder in Kuba kostenlos Milch).

Oft wird ein roter 3 Pesos Geldschein (mit dem Kopf von Ché Guevara darauf) auf der Straße angeboten, für ein, drei, fünf oder sogar zehn CUC. Man kann diese Scheine manchmal auch in den Wechselstuben kaufen: Wert 3 Pesos Cubano, für einen CUC bekommt man also 8 dieser Scheine.

Es empfiehlt sich bei Besuchen von Discos, Restaurants usw. außerhalb der Hotels immer ein paar Tempo-Taschentücher für den Gang auf die Toilette dabei zu haben, da Kuba unter chronischem Papiermangel leidet und die Toiletten außerhalb der Hotels und auf dem Land nicht immer sehr sauber sind.

Entscheiden Sie bitte selbst über die Höhe eines angemessenen Trinkgeldes. Nach unseren Erfahrungen sind zwei Euro pro Person und Tag für den Reiseleiter und ein Euro pro Person und Tag für den Fahrer ein durchschnittlicher Wert.

All Inclusive Hotels:
Da die meisten Angestellten nur einen geringen Lohn in kubanischen Pesos erhalten, sind Trinkgelder (trotz All Inclusive) immer sehr willkommen und „beschleunigen“ (motivieren) den Service.

Spezielle Veranstaltungen:
Bei Buchung von besonderen Anlässen durch Gruppen wie zum Beispiel einem Gala-Dinner mit Musikgruppe und/oder Tänzerinnen/Show etc. wird ebenfalls ein Trinkgeld für die Beteiligten vom Tourleader der Gruppe erwartet. Dieses sollte etwa bei 5 CUC pro Mitwirkenden (Kellner, Musiker, Tänzerinnen, Köche etc.) liegen.

Die kubanische Mentalität ist anders. Man hat mehr Zeit und es geht daher trotz aller Bemühungen nicht immer so schnell, wie man es von Europa gewohnt ist. Daher üben Sie sich in Geduld, wenn Sie einmal warten müssen. Seien Sie auf eventuelle Änderungen oder Improvisationen vorbereitet.


 


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