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Wo Steine Träume erfüllen

Die Geschichte eines argentinischen Jungen, der im Nichts zu Hause ist – Kerstin Veix’ Reise durch die Puna, Teil 1

Meine Kollegin Kerstin Veix ist gerade von einer spannenden Reise zurückgekehrt. Sie war – im Nichts! Aber dieses Nichts war so imposant und voller eindrücklicher Erlebnisse, dass sie uns im Büro gleich eine Geschichte erzählte, die ans Herz geht.

Zwischen Vulkanen, Steinwüsten, Lagunen und Salzseen

Schauplatz ist der kleine Ort Antofalla. 50 Einwohner, die alle von der Schafzucht leben, 25 Häuser, eine Kirche, 15 grüne Bäume, unzählige weitere, die vertrocknet sind – und rundherum nichts, nada, wie der Argentinier sagt.

Antofalla liegt in der argentinischen Provinz Catamarca, 3.500 m über dem Meeresspiegel auf der vegetationskargen Hochebene namens Puna. Vulkane, Steinwüsten, Lagunen und Salzseen prägen die Landschaft.

Nordargentinien-bei-AntofallaAntofalla sieht aus, als wäre es mehr ein Steinbruch als ein Ort, an dem Menschen leben: Hügel aus grauem Gestein rundherum, Lavafelder, mittendrin die Flachdachbauten, ebenfalls grau oder ockerfarben, selten weiß. Fenster haben die Häuser kaum. Dafür gibt es aber eine Schule – ebenfalls fensterlos. Auch in der Ferne keine wirkliche Abwechslung fürs Auge: Die Berge der steinigen und staubigen Landschaft liegen ein wenig höher – und variieren in den Farben nur wenig. Einer von ihnen ist der Vulkan Antofalla. Er ist mit 6.409 m der dritthöchste noch aktive Vulkan der Erde. Eine Schotterstraße führt aus dem Ort hinaus.

10 Peso für einen Stein

Schule-Antofalla-ArgentinienDort, in Antofalla, lebt ein Junge. 9 Jahre alt – vermutet er zumindest, als Kerstin ihn fragt. Vor seinem Bauch hält er eine kleine Tüte, in die er die Besucher schauen lässt. In der Tüte: Steine. Die möchte er verkaufen. Ausgerechnet Steine. Ausgerechnet hier. Seine Steine sind dunkel und scharfkantig. Früher, erzählt der Junge, dessen Name trotz mehrfachen Nachfragens und perfekter Spanischkenntnisse meiner Kollegin nicht zu verstehen war, früher habe man die Steine als Werkzeug benutzt. 10 Peso soll ein Stein kosten, umgerechnet 1 Euro. Was er mit dem Geld machen möchte? Er spare für einen Rucksack, sagt er. Den möchte er von dem Geld kaufen. Er strahlt übers ganze Gesicht. Er habe einen gesehen in Antofagasta de la Sierra …

Antofagasta de la Sierra hat 667 Einwohner. Und es liegt vier Autostunden von Antofalla entfernt. Es ist der nächstgelegene Ort und die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit für die Menschen in Antofalla.

Kerstin muss schlucken. Selbst Mutter einer etwa gleichaltrigen Tochter, drängen sich Vergleiche dieser vollkommen unterschiedlichen Welten auf.

100 Peso hat der Junge schon durch den Verkauf der Steine eingenommen. Es sind Obsidiane, ein vulkanisches Gesteinsglas. Man weiß, dass die Azteken Obisdian zur Herstellung von Speer- und Pfeilspitzen sowie für Schwerter verwendeten. Als Kerstin weiterreist, fehlen ihm noch 65 Peso. Er wartet auf die nächsten Touristen. Die kommen etwa alle ein bis zwei Wochen auf ihrem Weg nach Tolar Grande und zur ausgestorbenen Minenstadt Mina la Casualidad in Antofalla vorbei, so dass er „bald“ – er glaubt im Dezember – zum Einkaufen fahren kann.

Fussball-Kinder-ArgentinienÜbrigens: Der Junge hat mit Kerstin noch ein gutes Geschäft gemacht. Sie hatte einen dieser bunten Plastik-Clips dabei, mit denen man Tüten verschließen kann. Genau das Richtige für die Steine-Tüte des Jungen. Er ließ sich das Clip-System erklären, staunte, und gab Kerstin zum Tausch einen besonderen Stein, einen Kupferstein. Den hat meine Kollegin – zurück in der Heimat – ihrer Tochter geschenkt. Zur Erinnerung an diese andere Welt, in der ebenfalls Kinder aufwachsen, Träume haben und in der ein Rucksack viel mehr als ein Rucksack …

Was Kerstin Veix noch auf dieser Reise erlebt hat, erzählen wir bald hier im Blog.

10.11.2014Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Tourist kauft etwas von einheimischen Kind auf der Straße in Argentinien

Baustein Puna – faszinierendes Hochland der Anden
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Von Salta durch die Puna in die Atacamawüste

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Highlights:
  • Bizarre Wüstenlandschaften
  • Salzseen
  • Flamingo-Kolonien
  • Nationalpark Los Cardones
  • „Berg der sieben Farben“
Details und Reisetermine

Schlagwörter zu dieser Reise
Blick von oben auf die Quebrada de las Flechas in Nordargentinien
im Dunkeln erleuchtete Kathedrale von Salta in Argentinien
© Matthew Williams-Ellis
Hinter Purmamarca erstreckt sich der Hügel der sieben Farben in Argentinien
© Matthew Williams-Ellis
Straße durch schief aussehendes Gestein in Argentinien
© Matthew Williams-Ellis
weiße Kirche in dem Dorf Los Molinos in Nordargentinien

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