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Venezuela: Trotz Unruhen sind Reisen möglich

Unsere Empfehlung: Geführte Gruppen bevorzugen – Caracas und Anden meiden

Venezuela, unser schönes Venezuela, wird seit Monaten von schweren Unruhen erschüttert. Proteste gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro stürzen das Land seit Anfang Februar in Chaos und Gewalt. Die Aufständischen demonstrieren gegen die Kriminalität im Land, die Korruption, die schlechte Wirtschaftslage und die damit einhergehenden Versorgungsengpässe. Immer wieder kommt es – vor allem in der Hauptstadt Caracas und anderen Städten – zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Regierung und Opposition sind tief verfeindet. Die Stimmung ist aufgeheizt, eine Lösung scheint nicht in Sicht. Und so muss man zurzeit leider sagen, dass Caracas zu den gefährlichsten Orten weltweit gehört.

Reisen nach Venezuela sind mit Einschränkungen möglich

Was bedeutet diese Situation für Reisen nach Venezuela? Wir stehen in täglichem Kontakt mit unserem Büro vor Ort. Die Kollegen schätzen die Situation für Gruppenreisen wie folgt ein: „Zurzeit sind Reisen nach Venezuela möglich. Aber der Reisegast sollte die momentane Lage richtig einschätzen, tolerant und anpassungsfähig sein. Unsere Gruppen werden von landeskundigen Reiseleitern begleitet, die stets über den aktuellen Stand informiert sind und über gute Kontakte verfügen, um im Notfall schnell handeln zu können. Bei Gruppenreisen haben wir Caracas ohnehin nicht mehr inklusive, daher kommt es hier zu keinen Änderungen.“

Unsere Agentur hat aber auch Konsequenzen gezogen: „Wir würden Individualreisenden Caracas zurzeit nicht anbieten. Auch Touren in die Anden sind kritisch zu sehen. Alle Routen der Rundreisen können spontan angepasst werden.“

Kathrin von Schiller, Geschäftsführerin von América Andina, und erfahrene Venezuela-Reisende, tut es in der Seele weh, dass das schöne Land unter der politischen Situation so zu leiden hat. Venezuela, das bereits vor dem Ausbruch dieser Unruhen wegen seiner hohen Kriminalitätsrate stets um seinen Ruf als bereisbares Land zu kämpfen hatte, trifft die Situation hart. Dabei verdient der Karibikstaat allein wegen seiner einzigartigen Natur einen regen Tourismus. Was kaum jemand weiß: Venezuela ist landschaftlich so vielfältig wie kein anderer südamerikanischer Staat. Und Venezuela verfügt über den höchsten Prozentsatz an Naturschutzgebieten in Nord- und Südamerika. Es gibt mehr als 40 Nationalparks! Wer versucht, die reichhaltigen Naturschätze zu beschreiben, verfällt unweigerlich in eine Aneinanderreihung von Superlativen …

Reisen nach Venezuela sind für reiseerfahrene Menschen möglich. Wir empfehlen aus Sicherheitsgründen, Gruppenreisen zu buchen und von Individualreisen derzeit Abstand zu nehmen“, sagt Kathrin von Schiller. Sie kennt alle Sehenswürdigkeiten des Landes und war zudem an Orten, die touristisch gesehen noch als Geheimtipp gelten. Noch heute träumt sie beispielsweise vom Roraima-Trekking, das sie vor zwei Jahren gemacht hat. Der riesige Tafelberg (Tepui) im Dreiländereck Venezuela, Brasilien und Guyana, seine fast vergessene und ganz eigene Natur- und Pflanzenwelt in 2.810 Metern Höhe, lässt sie nicht mehr los. „Nach den Anstrengungen des Trekkings auf dem Plateau des Roraima zu stehen und nach unten zu blicken, ist ein Erlebnis, das man nie vergisst. Es war bisher definitiv meine beeindruckendste Trekking-Erfahrung!“

Und nicht zu vergessen: „Venezuela ist riesig. So ist beispielsweise Caracas, das man wirklich meiden sollte, gut 1.200 Kilometer von Santa Elena, dem Ausgangspunkt für Trekkings auf den Roraima entfernt!“ Zu den absoluten Highlights Venezuelas gehören der Wasserfall Salto Ángel, mit 979 Metern der höchste freifallende Wasserfall weltweit, und der dazugehörige Nationalpark Canaima (ebenfalls im Südosten des Landes in der Gran Sabana gelegen). Absolut empfehlenswert sind Touren in die immergrünen Wälder Amazoniens und zu den mächtigen Fluten des Orinoco in den großen Ebenen der Llanos. Sie dehnen sich von der karibischen Küste im Osten bis an die kolumbianische Grenze aus. Der Orinoco bildet die südliche Grenze. Regionen, die zu den schönsten weltweit gehören, gefahrlos besucht werden können und definitiv eine Reise wert sind!

Aktuelle Erfahrungen von Venezuela-Reisenden

Frage an unsere Büro-Leitung vor Ort: Wie haben sich die Rückkehrer von Reisen nach Venezuela geäußert? „Die letzten Gruppen hatten nicht unter Einschränkungen zu leiden, da sie im Süden des Landes unterwegs waren und dadurch so gut wie nicht mit den Unruhen in Berührung kamen. Die Kunden müssen aber darauf eingestellt sein, dass es zu Versorgungsengpässen kommen kann, was bedeutet, dass eventuell einzelne Produkte fehlen.“

Das deutsche Auswärtige Amt hat Venezuela derzeit nicht auf seiner „roten Liste“ und hat keine amtliche Reisewarnung herausgegeben. Die aktuelle Einschätzung der Situation und konkrete Empfehlungen für Venezuela-Reisende gibt das Auswärtige Amt auf seiner Website bekannt.

16.05.2014Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Venezuela News
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Gruppenreise Höhepunkte Venezuela

Llanos, Amazonien, Río Caura, Canaima, Orinoco, Karibik

Auf den Spuren Alexander von Humboldts entdecken wir die facettenreichen Landschaften von Venezuela. Urgeschichtliche Tafelberge ragen aus dem urwalddichten Tiefland Südamerikas empor, und die höchsten freifallenden Wasserfälle der Erde stürzen hier 1000 Meter in die Tiefe.

Highlights:
  • Tierbeobachtungen in den Llanos
  • Indigenes Leben am Orinoco
  • Nationalpark Canaima
  • Ciudad Bolívar
  • Naturerkundungen am Orinoco und Río Caura
  • Guacharo-Höhle bei Caripe
  • Nationalpark Mochima
 
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