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Spektakuläres Naturschauspiel

Gletscherzunge des Perito Moreno bricht wieder

Zurzeit findet in Argentinien ein eindrückliches Natur-Schauspiel statt, das  jedes Mal unzählige Touristen und Film-Teams nach Patagonien lockt: Der imposante Perito-Moreno-Gletscher bricht und seine Eismassen krachen tosend ins Wasser.

Bevor jetzt ein Aufschrei durch unsere Leserschaft geht, wie man es denn gutheißen kann, wenn ein Gletscher bricht! – hier zur Beruhigung die Fakten zu diesem ganz besonderen Gletscher: Der Perito Moreno ist ein Eis-Riese, dessen Eismassen sich vorwärts bewegen. Etwa einen Meter pro Tag schiebt sich die Gletscherzunge auf das andere Ufer des Flussarms Brazo Rico zu. Das passiert alle zwei bis vier Jahre.

Diesmal hat sich das Fluss-Wasser zwei Tunnel durch das Eis gegraben. Jetzt drohen die Tunnel einzustürzen.

In der Regel kommt es aber nicht zu großen Eis-Abbrüchen, weil das Wasser über Kanäle ablaufen kann. Aber im September 2003 versperrte die Gletscherzunge schließlich vollständig den Abfluss des Brazo Rico und trennte somit den Flussarm komplett vom See Lago Argentino. Die Folge: Das Wasser staute sich, der Wasserspiegel stieg um 9,35 Meter. Weil die Eismassen dem Druck des Wassers irgendwann nicht mehr standhalten konnten, kam es zum spektakulären Zusammenbruch der Gletscherbarriere. Erst bilden sich Risse, es entstehen Kanäle im Eis, durch die sich das Wasser seinen Weg sucht. Schließlich brechen ganze Teile des Gletschers ab. Und das aufgestaute Wasser entleert sich wieder.

2003 soll ein 60 m hoher Teil der Eisfront abgebrochen sein. Ein spektakuläres Naturschauspiel. Das alles geht natürlich nicht lautlos von statten – sondern im Gegenteil mit ordentlich Getöse. Das  Brechen des Perito Moreno ist also nicht nur ein Schauspiel für die Augen, sondern mit seinem Krachen, Blubbern und Sprudeln auch ein Erlebnis für die Ohren.

Zuletzt trat das Phänomen des zyklischen Zerfalls  im März 2016 auf. Kalben sagt der Experte zu dem Abbrechen von Eismassen von Gletschern, die in einem Gewässer enden. Im Gegensatz zu den meisten Gletschern der Region zieht sich der Perito-Moreno-Gletscher übrigens nicht zurück, die Massenbilanz zeigt keinen eindeutigen Trend. Dank Satellitenaufnahmen wurde eine Gletscherfläche von 254 km² ermittelt.

Der Gletscher im Nationalpark Los Glaciares gehört zu den größten Touristenattraktionen Argentiniens.

Hier gibt es ein Video zu den aktuellen Eisbewegungen des Perito Moreno

13.03.2018Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Perito Moreno Gletscher Argentinien

 


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