América Andina - 20 Jahre Reisen in Lateinamerika
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Silvester in Lateinamerika – erlaubt ist was knallt

Viele Reisegäste haben uns gefragt, wie in Lateinamerika Silvester gefeiert wird.

Die Antwort: laut und lustig – aber vor allem laut.

Auf dem Kontinent zwischen Mexiko und Argentinien gibt es allerhand regional unterschiedliche Bräuche in der Neujahrsnacht. In Ecuador etwa verkleiden sich die Männer als “viudas” (Witwen). In schwarze Frauengewänder gekleidet, erbeten sie am Silvestertag mal mehr mal weniger aufdringlich kleine Geldspenden. Das alte Jahr wird sodann auf die zynistischste Weise in einem Testament gewürdigt und nach Mitternacht versammeln sich die Menschen auf den Straßen, um Puppen aus Pappmaché und Stoffresten zu verbrennen. Ein ganzer Handwerkszweig hat sich darauf spezialisiert, diese Puppen in unterschiedlichsten Größen herzustellen und mit einer Maske von Politikern oder Prominenten versehen, auf den Märkten anzubieten. Auch in diesem Jahr wieder am beliebtesten unter den Verbrennungswürdigen: El Presidente.

Auch in Argentinien werden die Behörden ins Visier genommen. Um deren böse Geister nicht mit ins Neue Jahr nehmen zu müssen, gehen behördliche Briefe und Unterlagen in Papierschnipseln und nicht selten auch in Rauch auf. In Peru, aber auch in Chile oder Brasilien trägt man farbige Unterwäsche. Die Farben stehen dabei für die Wünsche des kommenden Jahres: Gelb für Glück und Freude, grün für Geld und Reichtum, weiß für Gesundheit und Fruchtbarkeit, und rot natürlich für die Liebe.

Einig ist man sich dagegen quer über den Kontinent, dass es laut sein muss. Erlaubt ist dabei nicht, was das Gesetzbuch zulässt, sondern was knallt. In Kolumbien wird neben den im Handel erhältlichen Feuerwerkartikeln auch mit Schießpulver, dem „Feuerwerk des kleinen Mannes” hantiert. Ganz vorne sind jedoch die Mexikaner. „Keine Feier ohne Feuerwerk” ist ja ohnehin das Motto in Mexiko. Und so schwört jeder Mexikaner auf seinen lokalen Feuerwerkshändler bei der Frage: Wer hat den lautesten? Die manische Beschäftigung mit Explosivstoffen führt jedoch nicht nur zu schlimmen Unfällen, wenn wieder einmal eine illegale Feuerwerksfabrik oder eine ganze Markthalle in die Luft fliegt, sondern kann auch einmal positive Folgen zeitigen und zu internationalem Ansehen führen: So konnte das mexikanische Team „Pirotecnia-Reyes” den diesjährigen Internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover klar für sich entscheiden.

Mehr über Weihnachten und Silvester in Ecuador ist in einem Interview mit unserer Reiseexpertin Germaine Fonseca zu lesen …

28.12.2011Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Die Kathedrale in Popayan in Kolumbien im Lichte des Silvester-Feuerwerks
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Gruppenreise Höhepunkte Kolumbien

Bogotá, Zipaquirá, Villa de Leyva, Kaffeezone, Tayrona, Cartagena

Eine Kolumbien-Rundreise mit den größten Highlights zwischen Anden, Kaffee und Karibik: Wir erkunden die Hauptstadt Bogotá auf den Spuren des Freiheitskämpfers Símon Bolívar – und erleben live, wie der berühmte kolumbianische Hochlandkaffee angebaut und verarbeitet wird. Die gigantischen Festungen von Cartagena und die karibischen Traumstrände von Tayrona krönen diese faszinierende Kolumbien-Tour.

Highlights:
  • Städte Bogotá, Villa de Leyva, Cartagena
  • Salzkathedrale von Zipaquirá
  • Kaffee-Tour und Übernachtung auf Kaffee-Hacienda
  • Quindío-Wachspalmen im Valle de Cocorá
  • Nationalpark Tayrona
  • Unterwasser-Nationalpark Islas del Rosario
  • optionale Verlängerung am Strand
  • optionales Vorprogramm San Agustín
 
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