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O, Du grüne Weihnachtszeit!

Tipps für ein umweltfreundliches Fest – Setzen wir doch dieses Jahr ein Zeichen!

Umwelt, Klimaschutz, Tierwohl, Ressourcen-Verbrauch – und darüber auch noch zu Weihnachten nachdenken? Wenn es überall nach Leckereien duftet, die Fenster und Auslagen überborden vor Glitzer-, Farben- und Blinkrausch und die Menschen mehr denn je im Jahr in Konsumier- und Kauflaune sind? Wir finden: Ja! Genau JETZT ist die perfekte Zeit, um etwas zu ändern, aktiv zu werden und ein Zeichen zu setzen. Es geht so leicht!

Weihnachtsdeko ist definitiv Geschmackssache 🙂
Weihnachten Deko
Oder?

Ich weiß noch, als meine Schwester und ich als Teenies die gesamte family dazu gebracht haben, dass über Jahre alle Geschenke in Zeitungspapier verpackt wurden. Wir mochten diese Berge an Papiermüll – nur dazu produziert, kurzzeitig etwas hübsch zu verpacken und dann im Müll zu landen – nicht mehr ertragen. Mit Filzstift-Malereien und farbigem Sisal-Schleifenband verziert, sahe n die umweltfreundlich verpackten Geschenke auch wirklich hübsch aus! Als Namensschildchen dienten übrigens kleine Stückchen beschrifteter Platanenrinde.

Irgendwann haben wir dann wieder buntes Einpackpapier verwendet – ärgerlich eigentlich! Dieses Jahr nicht! Wenn Sie Zeitungspapier dann doch zu basic finden, greifen Sie doch zumindest zu umweltschonendem Geschenkpapier mit dem FSC-Siegel oder zu Recyclingpapier mit dem Blauen Engel.

Noch ein Beispiel für eine etwas unkonventionellere – aber umweltfreundliche ­– Art, Weihnachten zu feiern: Die Familie einer Freundin kauft nie eine Weihnachtstanne – sondern holt aus dem Garten oder Wald ein – wie meine Freundin es nennt – „Gestrüpp“. Das kahle, lichtdurchlässige Zweiglein wird dann hübsch geschmückt. Und tatsächlich, die Beweisfotos zeigen: Sieht gar nicht so hässlich aus!

Noch mehr Tipps, wie wir die Weihnachtszeit umweltfreundlicher gestalten können, hat der WWF zusammengestellt. Dazu stelle ich Links, die noch tiefer auf ein jeweiliges Thema eingehen. Wirklich lesenswert! Zum Beispiel hatte ich immer gedacht, dass es besser ist, Weinflaschen NICHT mit echtem Korken zu kaufen. Weil die Korkeiche so selten ist. Aber genau das Gegenteil ist der Fall! Die Korkeiche wird dringend benötigt, denn sie schafft es viel besser als Pinien oder Eukalyptus im Mittelmeerraum den immer häufiger werdenden Waldbränden zu widerstehen und so der Wüstenbildung entgegenzuwirken. Schauen Sie doch mal, was für Sie interessant sein könnte.

Augen auf beim Tannenbaum-Kauf

In fast jedem deutschen Wohnzimmer findet man ihn: den Weihnachtsbaum. Die meisten dieser Bäume stammen allerdings aus ökologisch bedenklichen Monokulturen und werden vor dem Verkauf stark mit Chemikalien behandelt. Das ist schlecht für Mensch und Umwelt. Die bessere Alternative wäre der Kauf eines heimischen Baumes mit FSC-Siegel. Diese Bäume kommen aus naturverträglicher Waldwirtschaft und wurden weder mit Pestiziden noch Düngemittel behandelt. Mittlerweile gibt es sogar auch Weihnachtsbäume mit Bio-Label. Wo es solche Bäume zu kaufen gibt, verrät die Liste von Robin Wood

Weihnachtsdeko
Schlicht und wirkungsvoll – der Strohstern

Weihnachtsbaum-Schmuck: schlicht ist schön!

Nicht fehlen an einem Baum darf natürlich der Schmuck. Das beliebte Lametta besteht allerdings aus Alufolie und landet am Ende im Müll. Schneespray sorgt dafür, dass der Baum nicht mehr kompostiert werden kann. Und müssen es wirklich die ganzen kreischend bunten und skurrilen Plastik-Figürchen sein, die grade so beliebt sind? Zebras, Flamingos, Kamele … Ich finde ja Strohsterne und rote Holzäpfel am schönsten. Glasschmuck ist auch toll und lässt sich über viele Jahren wiederverwenden.

Selbstgemachte Weihnachtsgrüße

Schreiben Sie Ihre Weihnachtswünsche auf umweltfreundlichem Papier – wiederverwertet und chlorfrei gebleicht oder ungebleicht aus umweltfreundlicher Waldwirtschaft. Greifen Sie zu Papier und Grußkarten mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder verwenden Sie Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Oder basteln Sie eigene Karten.

Weihnachtsbäckerei palmölfrei

Kekse WeihnachtenEgal ob Zimtsterne oder Vanillekipferl, man verbindet Weihnachten mit seinen köstlichen Leckereien. Wer selbst als Bäcker tätig wird, sollte beim Einkaufen der Zutaten darauf achten, Bio-Produkte aus ökologischer Landwirtschaft oder regionale Produkte zu bevorzugen. So werden Transportwege gespart und deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen. Vor allem beim Kauf von Eiern ist das Bio-Label ausschlaggebend. Die Kekse schmecken doch gleich viel besser, wenn wir wissen, dass Eier von glücklichen, freilaufenden und artgerecht gefütterten Hühnern stammen.

Wer nicht selbst backt, sollte vor allem bei Marzipan aber auch bei klassischen Backwaren einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Oft enthalten diese das ökologisch kritische Palmöl. Daher beim Kauf auf Bio-Produkte oder Produkte mit dem RSPO-Siegel zurückgreifen – dieses verspricht eine Palmöl-Produktion, die ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich ist. Informationen zu Palmöl

Mit Bio-Fleisch oder -Fisch schmeckt der Festschmaus noch besser

Auch der traditionelle Festschmaus an Heiligabend lässt sich umweltschonend gestaltet. Falls es Fleisch zum Fest sein soll, können Sie darauf achten, dass es hochwertiges Bio-Fleisch aus tiergerechter Haltung ist. Bio-Bauern legen Wert auf eine tiergerechte Haltung. Einkaufsratgeber für Fleisch

Geschenk Weihnachten
So schön können natürlich verpackte Geschenke aussehen.

Wer zu Heiligabend lieber Fisch isst, sollte auch hier auf Fischprodukte mit dem Bio- und Umweltsiegel, von beispielsweise Bioland, Naturland oder ASC, zurückgreifen. Bei Wildfisch gibt es zudem das MSC-Siegel, was auf eine nachhaltige Fischerei hinweist. Einkaufsratgeber für Fisch

Wein mit echtem Korken kaufen!

Wer außerdem zum Abendessen noch mit einem Glas Wein anstoßen möchte, sollte darauf achten, eine Flasche mit echtem Korken zu kaufen. Genau, richtig gehört! Korkeichenwälder sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht im Mittelmeerraum und überstehen verheerende Brände, wie sie sich in letzter Zeit häufen, viel besser als andere Bäume. Plastik- und Drehverschlüsse als Alternativen zum natürlichen Korken könnten zum Verschwinden der Korkeichenwälder im Mittelmeerraum führen — sowohl die Landbevölkerung als auch die unberührte Natur sind von Kork abhängig. Informationen zu Korkeichenwäldern

 

 

12.12.2019
 
Weihnachten Beitragsbild


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