América Andina - 20 Jahre Reisen in Lateinamerika
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Nachhaltigkeitspreis für América Andina

América Andina hat den Travel-One-Nachhaltigkeitspreis 2014 bekommen – eine großartige Bestätigung, ganz besonders für das Dorfentwicklungsprojekt Misminay in Peru, das wir seit vielen Jahren unterstützen. Anlässlich der Auszeichnung durch das Fachmagazin Travel One haben wir einen kurzen Info-Film zusammengestellt, über Misminay, über Reisemöglichkeiten dorthin – und darüber, warum die Jury dieses Projekt preiswürdig fand. Den Text zum Film, den Ihr hier natürlich auch sehen könnt, gibt es in diesem Blogposting zu lesen.

Das kleine Dorf Misminay liegt auf 3.700 Metern Höhe in den Anden, nicht weit entfernt von Cusco und den Ruinen von Machu Picchu, die zu den berühmtesten Touristenzielen Südamerikas gehören. Trotz dieser prominenten Nachbarschaft war Misminay bis vor wenigen Jahren noch denkbar weit von der modernen Welt entfernt: Ein Ort der Mühe, der Not und der Perspektivlosigkeit. Dass Misminay seine Besucher heute mit einem lächelnden Gesicht begrüßen kann, ist der Erfolg eines Entwicklungsprojektes, das der deutsche Reiseveranstalter América Andina seit 2007 unterstützt.

Die Lebensverhältnisse durch Teilhabe am Tourismus zu verbessern – auf dieses Ziel haben lokale Partner von América Andina seit den späten 1990er Jahren hingearbeitet. Heute haben viele Männer des Dorfes auf dem nahen Inka-Trail Arbeit gefunden, als Träger und Trekking-Begleiter. In Misminay selbst sind einfache Unterkünfte entstanden, die zu einem Besuch einladen. Aus dem abgelegenen, armen Bergdorf ist ein Refugium traditioneller Lebensweisen geworden, in dem altes Wissen um Ackerbau, Weberei und Heilkunst gepflegt wird. Ein vorbildliches Projekt, für das América Andina im September 2014 mit dem Nachhaltigkeitspreis des touristischen Fachmagazins Travel One ausgezeichnet wurde.

Kathrin von Schiller, Geschäftsführerin von América Andina: „Wir haben uns natürlich riesig über die Auszeichnung gefreut, nicht zuletzt deswegen, weil uns das Projekt Misminay besonders am Herzen liegt.“

Germaine Fonseca ist bei América Andina unter anderem auf Peru spezialisiert und kennt das Misminay-Projekt von Anfang an. Wie hat sich das Leben im Dorf seither verändert? Germaine erzählt: „Das hat sich total verändert, nicht zum Schlechten, sondern zum Guten. 2006 gab es viele Probleme: Gewalt in der Familie, die Kinder konnten nicht lesen und nicht schreiben. Sie lebten in kompletter Armut, die Häuser waren nicht stabil genug gebaut. Wenn man jetzt nach Misminay kommt, ist das kein reiches Dorf, aber sie leben bequem; oder nicht bequem, aber normal. Normal für ein Indianerdorf: Sie haben eine Schule, sie haben Leitungswasser, haben stabile Häuser, in denen unsere Gäste sogar übernachten und an der Familie teilhaben können. Selbstverständlich werden die Menschen in Misminay nicht reich, aber menschlich ist das Leben gut.“

Was die Jury des Travel-One-Nachhaltigkeitspreises am Misminay-Projekt überzeugt hat, berichtet Christian Schmicke, der Chefredakteur des Magazins: „Wir hatten eine recht intensive und lebendige Diskussion innerhalb der Jury, weil es unter den 24 Bewerbungen eine ganze Menge Projekte gab, die von den Juroren recht hoch bewertet und eingeschätzt wurden. Was von der Jury sehr positiv bewertet worden ist, ist die Tatsache, dass América Andina dieses Projekt sehr konsequent angegangen ist. Dass es sich zum einen um ein ganz praktisches Projekt handelt, dass es sich zum anderen um ein Projekt handelt, das auch mit dem eigenen Produkt und der eigenen Veranstalteraktivität zu tun hat und nicht einfach eines ist, das so auf Charity-Basis läuft. Und sehr beeindruckend fanden die Juroren unter anderem auch, dass dieses Projekt jetzt schon seit so vielen Jahren mit Herzblut und Intensität und Konsequenz betrieben wird. Das hat dazu geführt, dass am Ende die Jury sehr einmütig entschieden hat, dass América Andina mit dem Projekt Misminay den Travel-One-Nachhaltigkeitspreis zu Recht trägt.“

Welche Reisemöglichkeiten bietet América Andina im Rahmen des Misminay-Projektes an? Kathrin von Schiller: „Misminay wird im Rahmen unserer Gruppenreise Inka besucht, darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, einen Baustein zu buchen, in dem die Kunden einen Tagesausflug nach Misminay machen oder auch eine Nacht dort bleiben. Und es gibt natürlich auch die Möglichkeit, bei maßgeschneiderten Individualreisen einen Besuch Misminays mit einzuplanen.“

Und was erzählen Reisegäste, wenn sie in Misminay waren? Noch einmal Germaine Fonseca: „Die sind total begeistert! Die meisten machen den Inka-Trail, und wenn man dann sagt: Jetzt besuchen Sie meine Familie, und sehen wie wir leben! Dann sind sie total begeistert, diese Begegnung mit den Leuten vor Ort, zu sehen, wie die kleinen Kinder zur Schule gehen, zu sehen, dass das Projekt durch den Besuch unterstützt wird, sind sie begeistert. Das ist eine der besten Exkursionen, die wir in der Begegnungsreise Inka haben.“

30.09.2014Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Kinder in Misminay
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Baustein Andendorf Misminay

Projektbesuch mit Begegnungen in den Anden

Zwei Tage und eine Nacht begleiten wir Sie ins Sacred Valley von Peru, das Heilige Tal der Inka. Berückende Landschaften in der Region Urubamba und Pomatales, gastfreundliche Andenbewohner, die Sie in ihr Leben und ihre tagtäglichen Arbeiten einweihen und Maras-Moray, die Forschungsstätte der alten Inka, werden Sie auf dieser Tour begeistern.

Highlights:
  • Zu Gast bei den Bewohnern von Misminay
  • Alltag erleben im Andendorf
  • Projekt-Arbeit
  • Mountainbike-Tour
Touristin mit Dorfbewohnerinnen in Misminay
 
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