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Kolumbien-Reisen immer mehr gefragt

Tourismus verzeichnet kräftigen Zuwachs – Lebensraum des Andenbärs gefährdet

Kolumbien hatte den Tourismus viele Jahre nicht wirklich im Fokus – und die Tourismusbranche nicht Kolumbien. 50 Jahre lang bewaffnete Unruhen zwischen der Regierung und den revolutionären Streitkräften (FARC) schreckten ab. Und dennoch galt das südamerikanische Land an Pazifik und Karibik, das Land der Anden und traumhaften Kolonialstädte immer als Geheimtipp unter Fernreisenden.

Ein enormer Zustrom an Besuchern wird jetzt erwartet. Denn nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Regierung und der linksgerichteten Terrororganisation verzeichnete die Branche bereits laut Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus in den ersten vier Monaten dieses Jahres einen Anstieg um 43 Prozent! Die Sicherheitslage hat sich unter der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos kontinuierlich verbessert und er kündigte an, die Infrastruktur des Landes weiter voran zu bringen.

Gute Nachrichten für den Tourismus also – nicht ganz so gute für den Andenbären. Denn der begrenzte Lebensraum von Südamerikas einziger Bärenart ist durch den Zustrom an mehr Touristen gefährdet.

Das Raubtier lebt endemisch in den tropischen Anden und vorgelagerten Bergen in Kolumbien. Auch in den Nachbarländern Venezuela, Ecuador, Peru und Bolivien kommt er vor. Interessanterweise galt die einstige Hochburg der FARC – der dünn besiedelte, sehr ländliche Bezirk Sumapaz im Süden von Bogotá – bisher als sicherer Lebensraum für den Andenbär. 1000 Tiere soll es noch in ganz Kolumbien geben.

Der Anden- oder Brillenbär ist der einzige überlebende Vertreter der Kurzschnauzenbären (Tremarctinae). Männliche Tiere werden bis 1.90 m groß und können bis zu 175 kg auf die Waage bringen. Weibchen sind deutlich kleiner und wiegen nur rund 60 bis 80 kg. Seinen Namen hat der Bär durch seine auffällige helle Gesichtsfärbung, ansonsten ist sein Fell schwarz.

Andenbären sind Allesfresser, knabbern aber vorwiegend an Trieben und Früchten von Bromelien und Kakteen. Auch Nagetiere, Insekten, Schnecken und Vögel gehören zu ihrer Beute. Seltener größere Säugetiere wie Hirsche oder unbewachte Hausrinder. Die Bären leben als Einzelgänger und suchen nur zur Paarungszeit einen Partner. Die Weibchen bringen ihre Jungtiere allein zur Welt und betreuen sie bis zu zwei Jahre.

Eine unserer schönsten Kolumbien-Reisen zu den Natur-Schätzen des Landes

27.11.2017Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Andenbär Andenbaer Kolumbien
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