América Andina - 20 Jahre Reisen in Lateinamerika
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Ein Hoch auf Havannas Straßenkreuzer

Oldtimer-Fahrt auf dem Malecón bald Vergangenheit?

Sozialismus unter Palmen – Häme, Spott und Kopfschütteln  gab`s von jeher für die Castros und ihre menschenfeindliche Politik im Inselstaat Kuba. Und dennoch ist und war Kuba als Reiseland immer beliebt. Traumhafte Strände, historisch bedeutsame Orte und das unbeschreibliche Cuba-Feeling locken.

Jetzt ist die Zeit des Umbruchs gekommen. Es geht wohl nicht anders, um das verarmte Land nicht vollends in den Abgrund zu reißen. Und mit diesem Umbruch setzt das ein, was eigentlich widersinnig ist: Eine wahre Reiseflut. Offenbar angetrieben von dem Wunsch, diesen „Socialismo tropical“ noch einmal mit eigenen Augen zu sehen, bevor es ihn nicht mehr gibt, klettert Havanna/Kuba weltweit auf Platz 1 der begehrtesten Reiseziele für das Jahr 2014.

Es ist tatsächlich so, dass einige „Errungenschaften“, die Kuba ausmachen, so speziell sind, dass man sich die Karibik-Insel ohne sie nicht vorstellen kann. Zuckerrohr und Rum gehören dazu, dicke Zigarren nicht minder, Salsa-Musik an jeder Ecke – und die rosa, hellblau und cremefarben lackierten vorbei schaukelnden amerikanische Oldtimer. Nur noch vom Rost notdürftig zusammen gehalten, ist es ein Rätsel, wie sie all die Jahrzehnte fahrbereit geblieben sind. Aber nicht nur das: Eine Fahrt auf der knautschigen Lederrückbank des spritfressenden Monsters über Havannas berühmte Uferpromenade Malecón gehört zu den touristischen Musts! Dieses Gefühl und die Bilder bleiben im Kopf immer abrufbar.

Und dann diese Nachricht kurz vor Weihnachten: „Verbot wird nach 50 Jahren aufgehoben – Kubaner dürfen wieder Autos importieren!“

Die alten US-Limousinen, die für Reisende aus dem Westen zum romantischen Kuba-Bild gehören, sind für die Bevölkerung nämlich schlicht die Folge eines strengen Verbots: 50 Jahre lang war es nicht erlaubt, Autos zu kaufen oder zu verkaufen, die vor der Revolution 1959 gebaut worden waren. Und genau dieses Gesetz ist mit Jahresbeginn gekippt! Die Entscheidung ist Teil der von Staatschef Raúl Castro angekündigten Reformen zur wirtschaftlichen Öffnung des Landes.

Obwohl sie eigentlich nur aus der Not heraus überlebten, haben die Oldtimer von Havanna längst einen Kultstatus eingenommen. Ganz ehrlich: Ich persönlich mag mir gar nicht ausdenken, wie Havanna ohne sie aussehen – und auskommen – wird! Auch Teilnehmer an unseren Kuba-Reisen haben derartige Befürchtungen schon geäußert. Darum – ich weiß nicht, ob ich`s so sagen darf – „beruhigt“ mich der folgende Beitrag, den ich auf „ZEIT online“ gefunden habe. Dort heißt es: „Neuwagen werden in Havanna rar bleiben“. Nämlich einfach aus dem Grund, weil sie für die Einheimischen viel zu teuer sind. Selbst Kleinwagen werden unerreichbar bleiben, heißt es. Denn nicht nur die Löhne sind deutlich geringer, „die staatlichen Autohändler verlangen horrende Preise, die die meisten Kubaner kaum bezahlen können. Ein Beispiel: Für den Kleinwagen Kia Rio, der in Deutschland für knapp 11.000 Euro angeboten wird, verlangen die Händler auf Kuba umgerechnet etwa 30.800 Euro.“

Oldtimer steht in den Straßen von Havanna in KubaDie Krux: Direkt importieren dürfen Kubaner Autos nämlich immer noch nicht. „Das bleibt dem staatlichen Monopol vorbehalten, das damit auch den Marktwert der Autos bestimmen darf. Und der liegt nun selbst für bescheidene Kleinwagen fast auf dem Niveau eines Ferrari“, schreibt „ZEIT online“.

Die Menschen auf Kuba sind – verständlicherweise – enttäuscht. Der Traum, endlich ein moderneres Auto zu fahren – bezahlbare Spritkosten und umweltfreundlichere Abgaswerte inklusive – ist geplatzt. Unsere verkehrspolitische Vision für Kuba: einzelne nachgerüstete Karossen, die für die Touristen fahren – und alle anderen haben E-Mobile …

Diejenigen, die den Anblick der nostalgischen Oldtimer lieb gewonnen haben, werden sich jedoch freuen, dass sich das Straßenbild in Havanna vorerst kaum verändern wird.

15.01.2014Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Drei Oldtimer stehen vor dem Kapitol in Havanna in Kuba
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Mietwagenrundreise West- und Zentralkuba mit Casas

Havanna, Santa Clara, Trinidad, Cienfuegos, Viñales, Cayo Levisa

Ein Mietwagen und private Unterkünfte sind die ideale Kombination, wenn Sie auf Ihrer Kuba-Reise möglichst viel über Land und Leute erfahren wollen: Genießen Sie die Herzlichkeit Ihrer Gastgeber, und die flexible Mobilität bei Ihrer Kuba-Reise

Highlights:
  • Privatunterkünfte (Casas Particulares)
  • Havanna
  • Santa Clara
  • Trinidad
  • Cienfuegos
  • Viñales-Tal
  • Strandurlaub
 
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Mietwagenreise Kuba intensiv von West nach Ost mit Casas

Havanna, Viñales, Trinidad, Camagüey, Sierra Maestra, Santiago, Baracoa

Bei unserer großen Mietwagen-Reise durch Kuba sind Sie drei Wochen unterwegs und sehen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Insel. Übernachtungen in Privatunterkünften (Casas Particulares).

Highlights:
  • Privatunterkünfte (Casas Particulares)
  • Städte Havanna, Cienfuegos, Trinidad, Camagüey, Santiago de Cuba
  • Flexible Tagesprogramme: Wanderungen, Ausritte, Fahrradtouren und mehr
  • Viñales-Tal und Soroa
  • Castros ehem. Hauptquartier in der Sierra Maestra
  • Strandurlaub in Baracoa
 
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