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Der Panamahut, ein historischer Irrtum

Gesehen hat ihn jeder schon mal, Humphrey Bogart, Harry S. Truman und Ernest Hemingway trugen ihn, und auch im Schaufenster von América Andina liegt ein Exemplar – der Panamahut. Nun soll er sogar auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt werden.

Dabei stammt der Panamahut gar nicht aus Panama, sondern aus Ecuador, genauer aus der Region Cuenca, wo die meisten dieser Kopfbedeckungen in Heimarbeit für den Weltmarkt produziert werden. Seinen Namen bekam er, weil Panama die Handelsdrehscheibe dieses Exportguts war und weil sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Arbeiter des Panamakanals dieses luftig leichte Strohgeflecht als Sonnenschutz aufsetzten.

Trotzdem gibt es in Panama einen ähnlichen Strohhut wie jenen aus Ecuador. Zu finden ist er dort am häufigsten in der Umgebung von Penonomé, der Provinzhauptstadt Coclés an der Pazifikseite Panamas. Die Hüte sind grober geflochten, strohgelb und schwarz geringelt, mit einer breiten nach oben geklappten Krempe.

Die Bauern der Provinz, die vorrangig mit dem Zuckerrohranbau beschäftigt sind – dafür ist die Gegend bekannt – verwenden die Hüte noch heute bei der Feldarbeit. Die besten Exemplare sind so dicht geflochten, dass man in ihnen sogar Wasser transportieren kann. Doch auch als Kopfbedeckung macht so ein Hut ganz schön was her!

10.10.2011Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Strohhüte aus Panama

 


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