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Das Wetter im brasilianischen Amazonien + Pantanal

Klima-Capriolen im Landesinneren – Erfahrungen und Tipps zur besten Reisezeit

Amazonien

Nachts in der Hängematte schaukelnd, prasselt der Regen unüberhörbar und stetig auf das Blätterdach des Amazonas-Regenwaldes. Ob er jemals wieder aufhört…? Für die einen ist es das schönste Geräusch, um einschlafen zu können. Für die anderen ein Grund, sich Sorgen zu machen, weil sie ihre Schuhe nicht an der Hängematte festgebunden haben und Skorpione darin jetzt vielleicht Unterschlupf suchen…Brasilien-Karte

Kathrin von Schiller, unsere Chefin und Brasilien-Spezialistin, hat in der Hängematte gelegen und ist eingeschlafen. Sie kennt die Wetter-Extreme, die die brasilianische Amazonasregion zu bieten hat und kommt mit ihnen bestens zurecht. „Das Amazonas-Gebiet im Nordosten Brasiliens ist weltweit eine der regenreichsten Regionen. Das muss man natürlich wissen, wenn man dorthin reist. Von Dezember bis Mai fällt rein statistisch gesehen die größte Niederschlagsmenge – aber heiß und feucht ist es das ganze Jahr über! 35 bis 40 Grad und dazu sehr schwül. Das sind schon extreme Bedingungen…“ Und so läuft sie stets mit einer Wasserflasche in der Hand durch die Gegend.

Auch in der Trockenzeit (Mai bis November) war Kathrin in der Amazonasregion unterwegs und bringt ihre Wetter-Erinnerungen mit wenigen Worten auf den Punkt: „Richtig, richtig heiß!“ Bei Fahrten im Bus „sind wir an den Sitzen festgeklebt“, beschreibt sie die feuchte Hitze. „Man denkt, jetzt kann ich mich wirklich nicht mehr bewegen – aber es geht natürlich doch.“ Viel Trinken lautet auch diesmal ihr Tipp – und Boots-Exkursionen buchen, denn dort, auf dem Wasser, herrscht immer ein kleines, angenehmes Lüftchen. Nur einmal, da musste das Boot anhalten, weil ein wahnsinniger Regenguss vom Himmel prasselte … Regenwald ohne Regen gibt es eben nicht! Auch nicht in der so genannten Trockenzeit.

Wer jetzt leichte, schnelltrocknende Kleidung trägt, ist im Vorteil. Hell sollte sie zudem sein, denn dunkle Farben ziehen mehr Mücken an. Apropos Mücken, anderes Getier und tiefhängende Äste: Insektenschutz-Spray, eine Kopfbedeckung sowie lange Hosen bieten Schutz im Dschungel. Lange Hosen? In der Hitze? „Es ist egal, was man anhat – schwitzen tut man eh“, sagt Kathrin lachend. Trotzdem kennt sie genug Menschen, die lieber in kurzen Hosen und ohne Kappe durch das Dickicht des Regenwaldes streifen. Das ist eben Geschmackssache … América Andina empfiehlt auf jeden Fall die langhosige Variante.

Genossen hat Kathrin es besonders, bei diesen Atem lähmenden Temperaturen in einer Hängematte vor ihrer Urwald-Lodge schaukelnd die Hitze einfach Hitze sein zu lassen und nur dem Geschrei der Affen zu lauschen … Einen Gang runterschalten, das Tempo reduzieren und sich der gemächlicheren Gangart der Einheimischen anpassend, kommt man mit den Extremen auf jeden Fall besser zurecht, sagt sie. Und abends passt zu diesem Lebensgefühl eine erfrischende Caipirinha … Übrigens: warme Speisen, wie Bohnen und Reis munden trotz der Wärme. Für die Brasilianer ist das völlig normal, und in jedem Restaurant wird warme Küche angeboten.

Meistens wird Juli/August als beste Reisezeit für Amazonien angegeben. Aber nur auf diese beiden Monate möchte sich unsere Reiseexpertin nicht festlegen. Amazonien ist immer ein Erlebnis! „Das Wetter für Amazonien ist eigentlich nie genau vorhersagbar“, sagt sie. „Auf Überraschungen sollte man zu jeder Zeit eingestellt sein. Ich habe schon wahnsinnige Schauer in der Trockenzeit erlebt und stundenlang Sonnenschein in der Regenzeit genossen.“

Die Einheimischen übrigens lassen sich da gar nicht aus dem Konzept bringen, wenn wieder einer dieser unglaublichen Schauer niedergeht. Meistens regnet es am Nachmittag, während es am Vormittag oft sonnig ist. „Wenn es plötzlich losgeht, halten sie sich das größte Blatt über den Kopf, das sie finden können. Oder sie stellen sich unter, unterhalten sich und bestellen am liebsten noch einen cafezinho dazu. Lässt der Regen nach, geht`s weiter des Weges.“

So manches Mal ist der Regen sogar regelrecht willkommen. „Er fühlt sich warm auf der Haut an und bringt doch ein wenig Abkühlung“, sagt Kathrin von Schiller. In der Regenzeit können die Niederschläge aber so üppig sein, dass ein Fortkommen unmöglich wird. Und in der Trockenzeit wiederum können manchmal nicht alle Nebenflüsse befahren werden. Dabei sind sie die Wege zu einzigartigen Orten für unvergessliche Tier- und Naturbeobachtungen. Denn der Amazonas-Regenwald ist ein uralter Lebensraum mit einer unermesslichen Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen – und die meisten sind noch gar nicht entdeckt! Nach Schätzungen von Wissenschaftlern sind erst zehn Prozent aller in Amazonien vorkommenden Spezies überhaupt erfasst. Vielleicht auch weniger…

Der größte Vorteil des Regens aber ist, dass alles in dieser größten zusammenhängenden Waldfläche mit mehr als 2500 Baumarten und unzähligen Farnen und Orchideen das ganze Jahr über üppig gedeiht und sattgrün ist. „Man hört es in dem dichten Grün rascheln, rufen und knacksen.“ Papageien schreien, bunte Tukane zeigen sich und Kolibris schweben nektarschlürfend in der Luft. Insekten und Schmetterlinge erfüllen die Luft. Und was war das nun für ein Tier? Wildschweine, Affen, Faultiere oder die größten Nagetiere der Welt – Capybaras – schleichen durchs Dickicht. Im tieferen Wasser tummeln sich Flussdelfine und – nicht zu vergessen – die zahlreichen Fische. Im flachen Uferbereich sind Anakondas und Kaimane unterwegs.

Zur Definition des Wortes Amazonien und Amazonas:

Ökologisch: Als Amazonien bezeichnet man die vom Amazonas und seinen mehr als 200 Nebenflüssen bewässerte Tiefebene. Sie erstreckt sich vom Fuß der Anden im Westen bis zum Atlantischen Ozean im Osten. Dort, bei Belém, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pará, mündet der Amazonas in den Atlantik.

Amazonas: … ist nicht nur der Name des Flusses, sondern Amazonas heißt auch der größte der 26 Bundesstaaten Brasiliens. Er liegt im Nordwesten des Landes. Hauptstadt ist Manaus. Der Bundesstaat umfasst das westliche Amazonasbecken im Nordwesten Brasiliens und besteht größtenteils aus tropischem Regenwald.

Politisch gesehen ist Amazonien eine Region, welche sieben Bundesstaaten Brasiliens umfasst (Amazonas, Pará, Roraima, Amapá, Acre, Rondônia und Tocantins), dazu noch Mato Grosso und die Hälfte von Maranhão.

Das Pantanal

Ein weiterer großartiger Naturraum Brasiliens, das Pantanal, liegt in der Region Mittelwesten, die die Bundesstaaten Goiás, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul umfasst.  Das Pantanal ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Um die beste Reisezeit herauszufinden, muss man wissen, dass es dort von Mai bis September sehr heiß werden kann, mit Temperaturen von teilweise über 40°C. Ab November beginnt die Regenzeit, die sich bis März zieht. Aufgrund des Regens ist es in dieser Zeit allerdings schwieriger zu reisen und es sind in der Regel weniger Tiere zu sehen. “Dafür trifft man umso mehr Mücken…”, sagt Kathrin von Schiller.

Die beste Reisezeit, um exotische Tiere und Vögel zu beobachten ist Juni/Juli bis Oktober. Dann sind die Straßen passierbar und die Tiere ziehen sich zum Trinken an die Wasserlöcher zurück. Riesenotter und Ameisenbären, Sumpfhirsche, Pekaris und Capybaras, sind im Pantanal beheimatet. Und auch der scheue Jaguar kann mit ein bisschen Glück beobachtet werden.

Zwei Reise-Tipps:

Gruppenreise Survivaltour Amazonien

Gruppenreise Naturwunder Brasiliens

Hier geht’s zu all unseren Brasilien-Reisen

14.12.2018Schlagwörter zu diesem Artikel

 
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