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„Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“

Kino-Tipp: Dokumentarfilm über Extremkletterer am „unmöglichen Berg“ in Patagonien

Der Cerro Torre, der „Turm-Berg“, gehört mit seiner Besteigungsgeschichte bis heute zu den großen Rätseln und Mythen des Alpinismus. Die mehr als 3.000 m hohe Granitnadel im Campo de Hielo Sur an der argentinisch-chilenischen Grenze galt lange Zeit als unbezwingbar, als ein „unmöglicher Berg“. Aber nicht wegen seiner Höhe, sondern wegen der steil aufragenden, glatten Wände, und der oft unberechenbaren Wetterbedingungen in Patagonien.

Der Berg hat Opfer gefordert, Bergsteiger verzweifeln lassen und sich den Ruf gesichert, einer der schwierigsten und zugleich schönsten Gipfel der Welt zu sein. Der aussagekräftige Titel des neuen Dokumentarfilms „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“, der heute in den Kinos anläuft, erstaunt also nicht wirklich.

„Unbezwingbar“ lautet die Einschätzung der rutschigen Wände in der heutigen coolen Kletterszene. Und doch wird David Lama es wagen. Die Dokumentation von Thomas Dirnhofer begleitet den jungen Extremsportler bei der Vorbereitung und Umsetzung seines Kletterziels, die berühmten, lebensgefährlichen Wände des Cerro als erster im Freikletterstil zu erklimmen … Herausgekommen ist dabei eine mitreißende Doku über Grenzerfahrungen, Adrenalin, Extrem-Sportler, Wetterkapriolen und unvergleichliche Naturschauplätze in Argentinien.

Die Versuche, den Gipfel des Cerro Torre zu bezwingen, lesen sich wie ein Krimi. 1958 erreichten Walter Bonatti und Carlo Mauri über die Westseite eine beachtliche Höhe, jedoch nicht den Gipfel. Gleichzeitig versuchte sich auf der Ostseite eine Expedition vergeblich, zu der auch der Trentiner Cesare Maestri gehörte. Er kehrte ein Jahr später für einen zweiten Versuch an den Berg zurück. Am 30. Januar 1959 will ihm gemeinsam mit Toni Egger der Gipfelsturm über die Nordwand gelungen sein. Doch Egger wird beim Abstieg von einer Eislawine getötet – und mit ihm verschwindet laut Maestri die Kamera, die das Gipfelfoto als Beweis in sich trug. Bergsteiger-Kollegen zweifelten seinen Erfolg an. Sie glaubten Maestri nicht, vor allem, weil dieser sich mit den Jahren in immer mehr Ungereimtheiten verstrickte.

Elf Jahr später wagte Maestri einen weiteren Anlauf, und nagelte mit Unterstützung eines Kompressors eine Linie von 300 Bohrhaken in die Südwest-Flanke des Cerro Torre. Auch dieser Anlauf scheiterte, am launischen Wetter des Winters in Patagonien. 1970 gelangte er schließlich bis an die Stelle, an der die Granitwand in den Schneepilz des Gipfels übergeht; da er die instabile Krone ohnehin nur als vergängliche Schneewehe ansah, verzichtete er auf eine weitere Besteigung. Sein Kompressor soll heute noch eine Seillänge tiefer zu finden sein, als namengebendes Symbol der „Kompressorroute“ Maestris.

Ganz nach oben schaffte es 1974 eine Expedition unter der Leitung von Casimiro Ferrari; von dieser Unternehmung gibt es ein Gipfelfoto, weshalb sie als Erstbesteigung bei vielen Alpinisten anerkannt ist.

Ich denke, es ist berechtigt, diesen Film, der die freie Besteigung des Berges durch David Lama und Peter Ortner auf der oben erwähnten Kompressorroute 2012 zeigt, als Kino-Tipp zu empfehlen. Auch wenn die Produktionsfirma es natürlich nicht unterlassen hat, ihren Energy-Drink werbewirksam zu platzieren, und auch wenn manche Kritiker das filmische Resultat etwas zu glatt finden.

Allein die Naturaufnahmen lassen den Atem stocken. Nicht weniger die waghalsigen Manöver der Freeclimber. Und außerdem – wie eine Kollegin nach Sichtung des Trailers auf kino.de bemerkte – „muss ich den Mann halbnackt klettern sehen …“

13.03.2014Schlagwörter zu diesem Artikel

 
Spitze des Torre del Paine in Patagonien
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Mietwagenreise Patagonien von Nord nach Süd

Seengebiet, Carretera Austral, Gletscher, Torres del Paine

Diese Mietwagenreise ist an jedem der 19 Tage ein spektakuläres Naturerlebnis schlechthin! Sie steuern Ihren komfortablen Wagen quer durch das chilenische und argentinische Patagonien. Sie erleben die wunderbaren Weiten und finden in gemütlichen und sauberen Unterkünften der einfacheren Kategorie den idealen Platz zum Entspannen.

Highlights:
  • Carretera Austral
  • Seengebiet
  • Marmorhöhlen
  • Lago General Carrera
  • Wanderungen
  • Fitz Roy und Laguna de los Tres
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Nationalpark Los Glaciares
 
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Baustein W-Trekking Torres del Paine

Individuelles Trekking auf Chiles bekanntester Wanderroute

Trekking auf eigene Faust im Torres del Paine Nationalpark, einem der schönsten Trekkinggebiete weltweit. Zahlreiche Lagunen, Gletscher und bizarre Felsformationen zeichnen diese Wanderkathedrale aus. Der Park wurde benannt nach den drei steil in den patagonischen Himmel ragenden Granitspitzen. Sie sind das wohl bekannteste Symbol des berühmten Nationalparks in Südamerika.

Highlights:
  • Individuelles Trekking auf eigene Faust
  • eine der schönsten Wanderrouten Südamerikas!
  • Übernachtung in Berghütten
Blick auf den Gebirgszug Torres del Paine in Chile
© Turismo Chile
 
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