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Bolivien Reisen | Unsere Rundreisen
Bolivien ist eine Welt für sich. In keinem anderen Land Südamerikas geht es ursprünglicher zu, sind Sprache, Kleidung, Mythen und Umgangsformen vielgestaltiger Ausdruck einer selbstbewussten indigenen Lebensweise. Ebenso vielfältig sind die Landschaften. Vom Andenhochland mit dem Binnenmeer Titicacasee im Westen Boliviens bis zu den subtropischen Ebenen des Tieflandes erstrecken sich eisbedeckte Berggipfel und fruchtbare Täler, endlose Salzwüsten und grüner Amazonasregenwald, moderne Städte und verschlafene Nester, koloniale Prachtbauten und gastfreundliche Hütten. Eine Reise nach Bolivien ist eine Reise in das Herz Südamerikas. La Paz Die Millionenstadt liegt in einem Talkessel des Hochlands in einer Höhe von 3200 bis über 4000 Meter Höhe. Sie ist der höchstgelegene Regierungssitz der Welt. Für nicht Akklimatisierte sind die Probleme mit der dünnen Luft nicht zu unterschätzen, zumal die Straßen häufig sehr steil ansteigen. Der Heimvorteil der bolivianischen Fußball-Nationalmannschaft ist berüchtigt. Wenn es sich einrichten lässt, sollte man auf einer Bolivien-Reise La Paz über den Landweg ansteuern, so kann man sich langsam an das Klima gewöhnen und genießt bei der Fahrt durch den Stadtteil El Alto hinunter in das Tal von La Paz einen der spektakulärsten Ausblicke, die Bolivien zu bieten hat. Sucre Auf „nur“ 2800m Höhe liegt die 300.000 Einwohner-Stadt Sucre. Hier ist das Klima deutlich milder, auch daher ist Sucre der bessere Startort für eine Bolivien-Reise. Sucre ist die Hauptstadt Boliviens, so schreibt es zumindest die Verfassung. Die nach dem Unabhängigkeitskämpfer Antonio José de Sucre benannte Stadt ist aber nur noch Sitz des Obersten Gerichtshofes. Die Pracht der Kolonialmetropole, die einst durch den Handel mit Silber reich wurde lässt sich aber auch heute noch erahnen. Das UNESCO-Welterbe gilt als die schönste Stadt des Landes. Salar de Uyuni Im Südwesten Boliviens liegt der mit 12.000 km² größte Salzsee der Erde, der Salar de Uyuni. Zwischen Juni und November liegt der See ausgetrocknet in einem Tal des Andenhochlandes. In dieser Zeit können mit dem Jeep Touren in die unwirkliche Landschaft aus Salz unternommen werden. Die Salzkruste misst rund 30 Meter und ist so kompakt, dass sie problemlos befahren werden kann. In der Regenzeit wird die Salzpfanne durch das abfließende Wasser der Berghänge geflutet und verwandelt sich in einen tiefblauen See. Titicacasee Der Titicaca ist die Sehenswürdigkeit Nummer eins auf eine Bolivien-Rundreise. Der höchste schiffbare See der Welt bildet die Grenze zum Nachbarland Peru. Auf dem Weg liegt die Stadt Tiwanaku, auch Tiahuanaco geschrieben, ein archäologischer Komplex der gleichnamigen Kultur, die einige Jahrhunderte vor den Inka am Titicacasee siedelte. Heute liegt die Stätte rund 20km vom Ufer des Titicacasees entfernt. Berühmt sind das Sonnentor und die meterhohen Stelen. Von der Stadt Copacabana am Seeufer lassen sich Ausflüge auf die Inseln Isla del Sol und Isla de la Luna mit ihren sehenswerten Inkatempeln und -terrassen unternehmen. Die Inseln sind Schauplatz der Ursprungsgeschichte der Kulturen am Titicacasee. Von Copacabana aus lässt sich die Reise nach Peru fortsetzen. Potosí Segen und Fluch der unwirtlichen Hochlandstadt ist der Cerro Potosí, der legendäre Silberberg über der Stadt. Kein Fleck der Erde barg jemals mehr Silber als dieser Hügel. Er sicherte der spanischen Krone und den Kolonialherren unermesslichen Reichtum und ruinierte Leben und Gesundheit der Unterjochten, die in den engen und gefährlichen Stollen das edle Metall zu Tage förderten. Noch heute wird in dem völlig durchlöcherten Hügel Silber abgebaut. Das harte Leben der Männer unter Tage lässt sich vor Ort ansehen. Santa Cruz Santa Cruz ist die Metropole des bolivianischen Tieflandes, das so gänzlich anders ist als das Bolivien der Anden. Feucht-warme Temperaturen prägen das Klima, moderne Ringstraßen und Hochhäuser das Stadtbild. Extensive Landwirtschaft, Viehzucht und die Ausbeutung bedeutender Gasvorkommen brachten der Region wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand und die dominierende weiße Oberschicht immer wieder in Konflikt mit der Zentralregierung. Samaipata 120 Kilometer von Santa Cruz entfernt, am Rande des Amboró Nationalparks liegt zwischen Hügeln der auslaufenden Anden die Stadt Samaipata. Der kleine Ort mit seinem angenehmen Klima ist ideal zum Entspannen und für kleine historische Entdeckungen. Che Guevara überfiel hier einst die Polizeistation und etwas außerhalb der Stadt befindet sich der archäologische Komplex „El Fuerte“ (UNESCO-Weltkulturerbe), dessen Funktion und Bedeutung der Wissenschaft Rätsel aufgibt. Yungas / Coroico Nur über eine schmale Straße gelangt man von La Paz in die Yungas auf 1200 bis 1800 Metern Meereshöhe. Der Blick auf Autowracks im stetig lauernden Abgrund zur Linken und der senkrechten Felswand zur Rechten macht die Fahrt in Kombination mit dem halsbrecherischen Tempo der entgegenkommenden Lastwagen nicht zum Vergnügen. Dennoch sind die Ausblicke überwältigend, in nur wenigen Stunden durchquert man fast alle Klima- und Vegetationszonen Südamerikas. Heile angekommen erwarten einen Berge, Klippen, Flüsse, Wasserfälle und eine üppige Vegetation, dazu ein mildes Klima – beste Bedingungen für ein mehrtägiges Trekking. Rurrenabaque Rurrenabaque ist der Ausgangspunkt für Exkursionen in das bolivianische Amazonasgebiet. Die Stadt liegt am Madidi Nationalpark, der auf 4,5 Mio Hektar Wildnis eine biologische Vielfalt birgt, die von Bergnebelwald bis hin zum trockenen tropischen Wald reicht, vom humiden Regenwald im Flachland bis hin zur Savanne. Hier lassen sich auf Wanderungen und Kanutouren Affen, Schildkröten und mehr als 340 Vogelarten beobachten. Erste Wahl bei der Unterkunft ist die Chalalán Lodge, Boliviens erste internationale Qualitäts-Ökolodge, sicherlich ein ungewöhnliches Highlight einer Bolivien-Reise. |
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