Reisetage
Tag 1: Willkommen in Lima - Weiterflug nach Cusco
Am Flughafen in Lima erwartet uns bereits unsere örtliche Reiseleitung. Das Gepäck wird verladen und wir fahren durch die kontrastreiche Hauptstadt Perus zu unserem Hotel, wo wir uns ein wenig vom langen Flug ausrihen können. (-/-/-)
Tag 2: Auf nach Cusco, zur alten Hauptstadt des Inkareichs
Zum Auftakt führt es uns zunächst in die Welt der Inka... Wir fliegen über die Anden zum Nabel der Welt der Inka, nach Cusco. Die Andenstadt ist einzigartig. Auf den trutzigen Fundamenten zerstörter Inkatempel errichteten die Spanier einst in Eroberermanier ihre Herrenhäuser, Klöster und Paläste. Es entstand eine faszinierendes städtebauliches Ensemble aus Inka- und Kolonialarchitektur. Der historische Stadtkern lädt zu einem Bummel ein. Auf der Plaza Mayor mit seinen Arkadengängen und in den umliegenden Vierteln gibt es unendlich viel zu entdecken. Am Nachmittag bekommen wir einen eindruckvollen Einblick in die Inkakultur. Sacsayhuamán und Kenko, sind nur einige der baulichen Zeugnisse, die uns ins Staunen versetzen. (F/-/-)
Tag 3: Valle Sagrado - im Heiligen Tal der Inka

Von Cusco aus unternehmen wir einen spannenden Ausflug in das so genannte Heilige Tal. Wir werden bald verstehen, warum die Inka sich einst hier niederließen und dieses Tal als heiligen Ort bezeichneten... Das äußerst milde Klima, die sonnendurchfluteten Hänge und der fruchtbare Boden sorgten bereits damals für gute Ernten und vielfältige Anbaumöglichkeiten. Die zahlreichen Terrassenfelder zeugen noch heute vom landwirtschaftlichen Know-how der alten Kulturen. Das alte Pisaq wird uns ins Staunen versetzen, der Ort wurde an einem steilen Hang gebaut und schmiegt sich regelrecht an die natürlichen Felsformationen. Es war ein wichtiges Grundprinzip der Inka, ein Leben im Einklang und Harmonie mit der Natur und ihren Gegenbheiten zu führen. Wir genißen den Ausblick vom obersten Punkt des archäologischen Komplexes Pisaq. Anschließend erleben wir auf dem bekannten Markt im heutigen Dörfchen Pisaq das bunte Treiben und können bereits das ein oder andere Mitbringsel ergattern. Unser nächstes Ziel im Heiligen Tal ist Ollantaytambo. Sowohl das Dörfchen als auch die gleichnamige archäologischen Anlage vermitteln uns, wie die Inka damals lebten. Alte steinerne Speicher am Berghang, geschickt angelegte Wasserleitungen und ein exakt konzipiertes Terrassensystem garantierte eine optimale Versorgung der Menschen, die hier lebten. Auch heute noch profitieren die Bauern der Umgegend von diesen Anlagen. Über das idyllische Örtchen Chincheros geht es wieder zurück nach Cusco. Am Abend treffen wir die letzten Vorbereitugen für unser morgen anstehendes Amazonien Abenteuer! (F/-/-)
Da der Ausflug mit einem Privattransfer nur für die Gruppe organisiert wird, bleibt Spielraum für Änderungen der Route je nach Interesse der Teilnehmer
Tag 4: Vom Hochland in den tropischen Nebelwald

Wir verlassen die Welt des Andenhochlands und wenden uns nun einem ganz anderen, klimatisch völlig gegensätzlichen, Kosmos zu, dem tropischen Tiefland. Bevor es kontinuierlich bergab geht, müssen wir zunächst einen 4200 m hohen Pass überqueren. Wir machen einen kleinen Stopp an einer archäologischen Fundstätte. Vermutlich stammen die Ausgrabungen noch aus präinkaischer Zeit. Am Kontrollpunkt des Manu Nationalparks erhalten wir die Einlassgenehmigung in ein Reich, in dem die Natur noch Königin ist. Das Eingangsgebiet charakterisiert sich durch seine typische Nebelwaldvegetation Auf einer Piste mit nur einer Fahrspur geht es auf abenteuerlicher Strecke immer weiter bergab. Zwischen November und März muss hier bei starkem Regenfall mit Erdrutschen durch starke Regenfälle gerechnet weren. Diese Zone ist auch die Heimat des farbenprächtigen und sehr seltenen Cock of the Rock (Andenklippenvogel). Mit seinem roten Oberkörper ist er unverwechselbar. Wir erreichen das Örtchen Pilcopata, wo wir heute übernachten. (Zimmer mit Betten und Gemeinschaftsbad). (F/MA)
Tag 5: Auf dem Río Madre de Dios und dem Río Palotoa zum Dorf der Matsiguenka
Heute besuchen wir eine kleine Orchideenfarm mit einer erstaunlichen Anzahl von uns unbekannten Exemplaren, die der Besitzer liebevoll betreut.
Dann geht es weiter bis nach Antalaya, das shcon mitten im tropische Tiefland, am oberen Flusslauf des Río Madre de Dios. Vom Land aufs Wasser - im motorisierten Einbaum gleiten wir auf dieser riesigen Ader des Regenwalds immer tiefer in sein Reich. bei Ankunf in Shintuya heißt es umsteigen. Wir fahren auf dem kleineren Fluss Palotoa um das Indianerdorf der Matsiguenka zu besuchen. Das einst sehr isoliert lebende Indianervolk wurde Anfang des 20.Jahrhunderts von spanischen Franziskanern christianisiert. Dennoch haben die Matsiguenka viele ihrer alten Traditionen erhalten können. Wir übrnachten in einer einfachen Herberge (typische Hütten, geschützt durch Mosquitonetze, ausgestattet mit Betten, Gemeinschaftstoiletten und Duschen), die von den Matsiguenka betrieben wird. Am Abend haben wir Gelegenheit, mehr über Ihr Leben und ihre Traditionen zu erfahren. (F/M/A)
In dieser Gegend wurden die ersten Satellitenaufnahmen von SAT 2 aufgenommen, wo man unterirdische Pyramiden vermutet. Nach alter Überlieferung wird behauptet, dass die Inka von Machu Picchu in eine versteckte Stadt gesiedelt seien und dort noch heute versteckt leben. Es folgten verschiedene Expeditionen von Forschern und privaten Initiativen, die aber immer an unwirtlichen Wetterverhältnissen und dem umwegsamen Gelände scheiterten. Zwar wurden verschiedene interessante Funde, z.B. Keramikscherben und Felszeichnugen, an den Tag gelegt. Bis heute aber ist es nicht geglückt, diese angeblich verschollene Inkastadt mit dem Namen „Paititi“ zu finden und bleibt weiterhin eins der Geheimnisse der Inkakultur.
Tag 6: Wandertour zu alten Felszeichnungen und heißen Quellen
Begleitet von einem Guide aus dem Dorf der Matsiguenka unternehmen wir heute eine Wanderung, die bereits füh morgens beginnt. Mit der Machete schlägt unser Naturführer uns den Weg frei und wenn wir unseren Guide nicht dabei hätten, so wären es uns wohl unmöglich, hier noch die Orientierung zu behalten. Wir erreichen einen Fluss, aus dem eine markante Felsplatte herausragt. Das Besondere an diesem Stein sind die zahlreichen, bis heute nicht entschlüsselten Felszeichnungen von Pusharo. Von hier aus treten wir die Rückkehr ins Dorf an. Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot flussabwärts bis zum Alto de Manu. Wenn genug Zeit bleibt, lassen wir uns ein herrliches Bad in den nahe gelegenen warmen Quellen, wo sich heißes und kaltes Quellwasser vulkanischen Ursprungs vermischt, nicht entgehen. Unser heutiges Ziel heißt Shintuya. Hier übernachten wir in einer einfachen Herberge. (F/M/A)
Tag 7: Besuch beim Schamenen
Heute erwartet uns heute der Schamane der Matsiguenkas. Mit dem Boot legen wir eine kurze Strecke zuück, dann erreichen wir die Hütten. Hier werden wir begrüßt und der Schamane nimmt uns mit zu einem einen kleinen Rundgang, um uns verschiedene Heilpflanzen zu zeigen. Wir werden in die Geheimnisse der Heilkultur des Stammes eingeweiht. Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung zu einer Minerallecke die von Tapiren aufgesucht wird. Versteckt hinter dichtem Planzenwuchs können Sie bei Einbruch der Dunkelheit mit etwas Glück die mittlerweile selten gewordenen Tapire beobachten, die hier ihren Mineralbedarf decken. Übernachtung wie am Vortag. (F/M/A)
Tag 8: Bootsfahrt durch den Nationalpark Manu

Früh am Morgen unternehmen wir einen Tierbeobachtungstrip. Auf dem Strom des Manu führt es uns flussaufwärts, vorbei am Kontrollpunkt der Parkbehörde und tief hinein in den Nationalpark, der eines der letzten großen Urwaldparadiese dieser Welt ist. Vom Boot aus haben wir gute Chancen, die ersten Tiere am Ufer zu entdecken: Eine Vielzahl von Vögeln, Flussschildkröten, Riesennager, Kaimane und Affen, die am Ufer nach Schnecken oder Angeschwemmtem suchen. Mit ein wenig Glück und Sonnenschein sieht man sogar auch einen Jaguar, der in der Uferzone sein Frühstück jagt oder sich an einem ruhigen Fleckchen von den ersten Sonnenstrahlen wärmen lässt. Die Tiere sind nicht sehr scheu, da im Nationalpark nicht gejagt wird und Ansiedeln (mit Ausnahme der ansässigen Indianerstämme) nicht erlaubt ist. Wir können bis auf wenige Meter heranfahren, um die Tiere ganz aus der Nahe zu betrachten. Es handelt sich hier um so genannten „Primärregenwald“, der sich durch riesige Urwaldriesen und eine artenreiche Vegetation auszeichnet. Gegen Nachmittag erreichen Sie Ihre Herberge, die zwar einfach aber sauber und mit dem Nötigen ausgestattet ist. Eine kleine Wanderung am Nachmittag ermöglicht uns wieder, viele exotische Pflanzen- und Tierarten kennenzulernen. (F/M/A)
Tag 9: Im grünen Reich des Manu

Ein nahe gelegener See, der durch einen abgeschnittenen Flussarm entstanden ist, ist die feuchte Heimat von Riesenotterfamilien, Vögeln, Affen und Kaimanen. Mit einem von der Nationalparkbehörde gestellten Katamaran geht es auf den See. Mit ein wenig Glück können wir viele dieser Seebewohner ganz aus der Nähe beobachten. Am Nachmittag wollen wir das Obergeschoss des Regenwalds erforschen. Dazu steigen wir auf einen extra für Beobachtungen konstruierten Aussichtsturm mit einer 20 m. Hier zwischen den Baumkronen ist allerhand los. Verschiedene Bromelienarten, so gannenten Aufsitzer- und Schmarotzerpflanzen wachsen direkt vor unserer Nase. Gelegentlich schwingen auch Affenfamilien von Baum zu Baum. Ein faszinierender Anblick! Manu beherbergt ca. 13 verschiedene Affenarten, wobei die Artenvielfalt in Peru zu den größten in Südamerika zählt. Als nächstes steht eine Wanderung durch den Primärregenwald auf dem Programm. Bis zu 55 m hohe Saiba-Bäume, Kastanien, unzählige Palmenarten, Lianen und Würgefeigen, um nur einige der Bäume zu nennen, wachsen hier üppig in die Höhe. Übernachtung wie am Vortag. (F/M/A)
Tag 10: Unterwegs nach Boca Manu
Am Morgen starten wir flussabwärts und haben nochmals die Chance, die einzigartige Tierwelt vom Fluss aus zu beobachten: Jaguare, Kaimane, Wasserschweine, Schildkröten und Affen. Nach ca. 4 h Fahrt erreichen wir den Fluss Madre de Dios. Hier besuchen wir das verschlafene Dörfchen Boca Manu, das einst von dem legendären Fitzcarraldo zu Zeiten des Kautschukbooms gegründet wurde. Je nach Wasserstand erreichen wir am späten Nachmittag unsere Unterkunft (Hütten), die von Matsiguenka-Indianern betrieben wird. (F/M/A)
Tag 11: An den Papageienlecken

Ein Highlight sind die Minerallecken, an denen sich täglich zahlreiche Papageienarten unter lautstarkem Gekreische und Flügelschlagen einfinden, um ihren Mineralbedarf zu decken. Bei Tagesanbruch fahren wir erneut mit dem Boot flussabwärts bis zum Beobachtungspunkt. Eine Beobachtungshütte dient uns als Tarnversteck, von wo aus wir einen direkten Blick auf die Lecken haben: Zunächst ist es die Stunde der kleinen Papageien, dann kommen größere Arararten zur Mineralaufnahme. Sie lecken den Lehm, der lebenswichtige Mineralien wie Calcium, Magnesium und Postazium enthältt. Dieses unvergleichlich schöne, farbenprächtige Spektakel lässt sich mit einem guten Fernglas hautnah miterleben. Es geht weiter zu einem der höchsten Beobachtungspunkte (optional, ca. 15.- US$), einer 45 m hohen Wendeltreppe, die auf einer Plattform eines Saiba-Baumes endet. Von hier oben haben wir eine spektakuläre Aussicht auf das umliegende Regenwaldgebiet und eine nahe liegende Lagune. Zurück an der Anlegestelle, fahren wir mit dem Boot weiter bis zur Einmündung des Shilive-Flusses und dem Parkkontrollposten des Amarakeiri-Reservates. Übernachtung im Zeltcamp (Zelte oder Feldbetten, mit Moskitonetzen geschützt und mit Gemeinschaftstoiletten und Duschen). Gegen Abend haben wir Gelegenheit zu einem Nachtrundgang. Hier eröffnet sich uns eine ganz andere, nachtaktive Welt. Wir halten Ausschau nach floreszierenden Insekten und Pflanzen und erfahren etwas über ihre Eigenschaften und Überlebenstechniken. (F/M/A)
Tag 12: Mit den Matsiguenka zum Goldgräberdorf

Heute ist unser letzter gemeinsamer Tag mit den Matsiguenka. Wir fahren mit dem Boot weiter flussabwärts. Unterwegs treffen wir bereits auf Goldgräber, die entweder am Flussufer oder auf mit Saugpumpen ausgerüsteten Flößen den goldhaltigen Sand auswaschen. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir den Gold- und Holzumschlagsplatz „Colorado“. Ein chaotisches Nest mit vielen kleinen Holzbuden. Mit Allrad-Fahrzeugen geht es nun auf recht abenteuerlicher Piste durch den Regenwald (ca. 2 - 3 h) bis zum Fluss Iniapari, wo die Straße endet. Umstieg in kleine Holzboote, die uns über den Fluss bringen werden, wo wir in etwas komfortablere Fahrzeuge umzusteigen. Nach einer Fahrt auf staubiger Straße (ca. 3 h) erreichen wir die kleine Stadt Maldonado, ein quirliger Ort mitten im peruanischen Amazonien, der Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Heute zählt man fast 35.000 Einwohner. Auffällig sind die belebten Straßen und die knatternden kleinen Mototaxis - das gängige Transportmittel der Stadt. Übernachtung im Hotel. (F/M/A)
Tag 13: Fluss-Expedition zum Valencia See
Nach dem Frühstück Besuch des quirligen Marktes von Maldonado, wo Sie einen Einblick in die hier wachsenden Früchte, Gemüse und vorkommenden Fischarten bekommen. Fahrt zur Grenzpolizei zum Abstempeln der Reisepässe, danach geht es mit einem neuen Boot und neuer Mannschaft den Fluss Madre de Dios flussabwärts. Unterwegs Stopp an einer Stelle, wo sich verschiedene Affenarten aufhalten. Die hier besonders zutraulichen Tiere reißen den Menschen die mitgebrachten Bananen förmlich aus der Hand. Die kleinen Affenhände können auch schon mal in der Hosentasche des Einen oder Anderen verschwinden, um zu testen, ob nicht doch noch irgendwo etwas Essbares versteckt ist.
Am Nachmittag erreichen Sie den See Valencia. Er entstand durch die ständige Flusslauf-Änderung des Madre de Dios. Heute ist er eines der fischreichsten Gewässer des peruanischen Regenwaldgebietes. Hier werden Sie in einem Dorf der Huarayo oder direkt am Strand das Camp aufschlagen (Feldbetten oder Hängematten, mit Moskitonetzen geschützt). Am Nachmittag versuchen Sie Ihr Glück beim Fischen. Die Pirañas oder vielleicht sogar ein großer Wels werden dann am Abend frisch zubereitet. (F/M/A)
Tag 14: Von Peru nach Bolivien
Der Morgen ist ein besonderes Erlebnis: Der Nebel hebt sich langsam über dem See und dem Regenwald und Hunderte von Vögeln veranstalten ihr allmorgendliches Spektakel. Sie drehen mit dem Boot eine größere Runde über den See. Wenn Sie Glück haben, überfliegen Sie Hunderte Papageien und machen lautstark auf sich aufmerksam. Wieder auf dem Madre de Dios, erreichen Sie schon bald eine Kontrollstelle der Polizei, denn jetzt ist die Grenze zu Bolivien schon sehr nahe. An der Grenze werden nochmals Passe geprüft und auch manchmal auch das Gepäck, um sicher zu gehen, dass Sie keine Drogenschmuggler sind. Die Bootsfahrt geht weiter bis zu einer kleinen Ansiedlung der Holzfäller oder Nuss-Sammler erreichen. Sie werden von Ihren Gastgebern begrüßt. Den Rest des Tages haben Sie zur freien Verfügung, um sich etwas auszuruhen oder die Umgebung anzuschauen. Übernachtung in einfacher Unterkunft (Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsduschen). (F/M/A)
Tag 15: Bei den Goldgräbern und Paranuss-Sammlern

Heute werden wir mehr über die Aktivitäten der Siedler erfahren. Sie besuchen ein schwimmendes Floss, von dem mit Pumpen der goldhaltige Flusssand abgesaugt wird. Auf Sieben bleibt das goldhaltige Material hängen. Pro Tag können hier bis zu 500 g Gold geschürft werden. Anschließend besuchen Sie eine Siedlung der Kastañeros, die die bekannte Paranuss in den Wäldern sammeln. Je nach Jahreszeit können Sie den Prozess verfolgen: Die äußerst harten Schalen werden gespalten, um schließlich die Nüsse ernten zu können. Die Nuss-Sammler gehören zu den eigentlichen Umweltschützern dieser Region, da der Paranussbaum nur in einem funktionierenden Öko-System des Regenwaldes existieren kann. Daher sind die Nuss-Sammler sehr darauf bedacht, Ihre Einnahmequelle nicht zu zerstören oder zerstören zu lassen. Der Paranussbaum gehört zu einer Familie der Nussbäume, die ca. 300 Arten umfaßt. Diese Art wächst fast ausschließlich in der Amazonasregion von Peru, Bolivien und Brasilien und wird bis zu 150 Jahren alt. Gegen Nachmittag erreichen Sie das kleine Dorf America. Übernachtung in einer sehr einfachen Unterkunft mit Gemeinschaftsbad (Betten mit Moskitonetzen geschützt). (F/M/A)
Tag 16: Off Road-Fahrt durch das bolivianische Amazonien nach Brasilien
Nachdem wir uns von der zweiten peruanischen Mannschaft verabschiedet haben, geht es weiter über Land. Auf der Ladefläche von LKWs oder Pick Ups fahren wir über eine wahrlich abenteuerliche Strecke (ca. 5 – 8 h): Je nach Jahreszeit staubig oder schlammig, inkl. Überquerung von kleineren Bächen und Flüssen über Holzbrücken, die oftmals nur aus zwei Stämmen bestehen. Da es sich um die einzigen Transportmittel dieser Gegend handelt, haben wir hautnahen Kontakt zu den Einheimischen, die mit auf den Fahrzeugen sitzen. Gegen Nachmittag erreichen wir Riberalta, wo wir umsteigen und zur brasilianischen Grenze fahren. Nachdem die Grenzformalitaäten erledigt sind, erfolgt die Weiterfahrt mit dem Boot auf brasilianischer Seite. Nochmalige Prüfung der internationalen Gelbfieber-Impfbescheinigungen.
Der bolivianische Regenwald wechselt zu den brasilianischen, versteppten Landstrichen (einst Regenwald). Der in Bolivien übliche Transfer auf der Ladefläche des LKW weicht den mit Aircondition ausgerüsteten Fahrzeugen, die uns nach Punto Velho bringen. Nach einer fast 14-stündigen Fahrtdauer kommt Übernachtung in einem guten Hotel. Wer noch das Nachtleben genießen möchte, sollte auf jeden Fall den Flusshafen besuchen, wo man bei Rum und Bier das Tanzen beigebracht bekommt. Übernachtung im Hotel. (F/M/-)
Der Bundesstaat Rondonia, in dem wir uns nach dem Grenzübertritt aufhalten, wird seit den 70er Jahren als Kolonisationsprojekt gefördert und wurde 1981 von der brasilianischen Regierung zum Bundesstaat erklärt. Rondonia ist ein Beispiel für eine nicht kontrollierte Abholzungswelle mit anschließender Massenansiedlung, wodurch sowohl die einst ansässigen Guapore-Indianer als auch das Öko-System starken Schaden erlitten haben.
Tag 17-19: Mit dem Amazonas-Dampfer über den Rio Madeira nach Manaus
Am Vormittag besuchen wir das Eisenbahnmuseum, das eine äußerst spannende Geschichte erzählt, die bis in die Zeit des Kautschuk-Booms zurück reicht. Mit unvorstellbaren Mühen und Opfern an Menschenleben wurde die Eisenbahnlinie im Jahre 1870 begonnen, um den gewonnen Latex (Kautschuk) ausführen zu können. Nach mehreren Anläufen waren 19 Jahre später 329 km Schienenstrecke fertig gestellt. Doch dann war der Kautschukboom vorbei, die Eisenbahn hatte ihren Zweck verloren und kam nie zum Einsatz. Heute noch sieht man einige Wracks, ein restauriertes Modell und viele interessante Fotos von der Entstehungsgeschichte.
Je nach Abfahrtszeit des Amazonas-Dampfers legen wir gegen Mittag oder Abend vom Hafen ab und befahren den majestätischen Madeira Fluss. Das Schiff besteht aus 2 Stockwerken. Wir werden im
1. Stock unsere Hängematten aufhängen, Gemeinschaftsduschen und -toiletten stehen zur Verfügung. Das Schiff wird meinst recht voll und der Platz zur nächsten Hängematte kleiner, aber gerade hier kommt man mit den Einheimischen in Kontakt. Man schläft gemeinsam an Deck und auch gegessen wird an einem großen Tisch wie eine Familie. Bis zur Abfahrt haben wir eine hervorragende Aussicht auf das geschäftige Treiben am Hafen. An einigen am Flussufer liegenden Dörfern werden Güter aus- oder eingeladen. Sollte der Fluss wenig Wasser haben, wird vom Kapitän ein kleines Motorboot vorgeschickt, um eventuelle Untiefen zu umfahren. Ein spannendes Abenteuer! (3x F/M/A)
Tag 20: Manaus, eine Opernstadt im Dschungel
Heute erreichen wir Manaus, je nach Abfahrtszeit am frühen Morgen oder gegen Mittag. Nachdem wir uns im Hotel einquartiert haben, unternehmen wir einen kleinen Rundgang durch Manaus. Am Abend ist es ein Genuss, in einer der Straßenkneipen vor dem berühmten Opernhaus zu sitzen, wo die intellektuelle Szene sich trifft. Oft werden kulturelle Veranstaltungen kostenlos am Platz aufgeführt. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)
Tag 21: Abschied von Amazonien
Je nach Abflug finden Sie noch Zeit, den berühmten Hafenmarkt von Manaus zu besuchen, wo neben Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse auch viele Heilkräuter und typisches Handwerk feilgeboten werden. Schließlich kommt der Moment des Abschieds von Amazonien. Wir fahren mit dem Bus zum internationalen Flughafen von Manaus. Von hier aus erfolgt der individuelle Heimflug. (F/-/-)
Termine und Preise
| Reisezeit von |
bis |
Verfügbarkeit |
Preis |
Anfragen / Buchen |
| 03.10.10 |
23.10.10 |
 |
3.100,- |
 |
| 07.11.10 |
27.11.10 |
 |
3.100,- |
 |
| 17.04.11 |
07.05.11 |
 |
3.100,- |
 |
| Reisezeit von |
bis |
Verfügbarkeit |
Preis |
Anfragen / Buchen |
| 08.08.10 |
28.08.10 |
k.A. |
3.100,- |
|
| 04.07.10 |
24.07.10 |
k.A. |
3.100,- |
|
| 25.04.10 |
15.05.10 |
k.A. |
3.340,- |
|
| 21.03.10 |
10.04.10 |
k.A. |
3.340,- |
|
| 07.02.10 |
27.02.10 |
k.A. |
3.340,- |
|
| 01.11.09 |
21.11.09 |
k.A. |
2.960,- |
|
| 04.10.09 |
24.10.09 |
k.A. |
2.960,- |
|
| 06.09.09 |
26.09.09 |
k.A. |
2.960,- |
|
| 19.07.09 |
08.08.09 |
k.A. |
2.960,- |
|
| 28.06.09 |
18.07.09 |
k.A. |
2.960,- |
|
Teilnehmerzahl
TeilnehmerInnen
- Min. Teilnehmerzahl: 6
- Max. Teilnehmerzahl: 12
Leistungen
Leistungen
- ab Lima / an Manaus
- Inlandsflug Lima - Cuzco
- alle Inlandsarrangements und Transfers
- 15 Übernachtungen in einfachen Hotels, Herbergen oder Hütten, 2 Übernachtungen im Zelt,
3 Übernachtungen in Hängematten
- Flughafenassistenz in Lima
- 14 x Vollpension, 2 x Halbpension, 4 x Frühstück
- Expeditions-Ausrüstung
- Begleitpersonal ( Träger, Bootsführer, Helfer und lizensierte lokale Reiseleitung für den Manu-NP)
- Örtliche , deutsch sprechende Reiseleitung (2. - 21. Tag)
Nicht enthaltene Leistungen
- Anreise nach Lima, Abreise ab Manaus (ab € 895,- zzgl. Tax)
- Nationale Flughafengebühren (ca. US$ 50,-)
- Aus- und Einreisegebühren (ca. US$ 20,-)
- Nicht genannte Mahlzeiten
- Getränke
- Nationalparkgebühren Manu (ca. US$ 50,-)
- Aussichtsturm am 8.Tag (ca. US$ 15,-)
- Trinkgelder
- Persönliches
Weitere buchbare Leistungen
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 10%
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 30 Tage
Programmhinweise
- Bedingt durch die Unzugänglichkeit und die fehlende Infrastruktur der besuchten Gebiete können aus organisatorischen, witterungsbedingten, sicherheitstechnischen oder sonstigen Gründen Änderungen des Reiseablaufes oder der Transportmöglichkeit durch die Reiseleitung vorgenommen werden. Die im Detailprogramm beschriebene Tierwelt kann nicht garantiert werden.
- ANFORDERUNG: Gesunder Organismus, Verträglichkeit des tropischen Klimas, gute physische Kondition vor allem für das Trekking am 6. Tag. Es ist auch möglich, diesen Ausflug wegzulassen. Benötigte Medikamente sollte man in ausreichender Menge mitnehmen. Toleranz und Verständnis gegenüber Einheimischen, fehlender Infrastruktur, Unzulänglichkeiten sowie evtl. auftretenden langen Wartezeiten, Änderungen des Reiseverlaufs aus Sicherheits- bzw. Witterungsgründen
- € 820,- Aufpreise bei 4 – 5 Teilnehmern
- € 120,- EZ-Zuschlag (nicht durchgängig möglich)
Allgemeine Reisehinweise
Generelle Hinweise
- Wir behalten uns vor, die Reise abzusagen, sollte die Mindestteilnehmerzahl bis spätestens 30 Tage vor Reiseantritt nicht erreicht sein.
- Reiseveranstalter: Schulz Aktiv

Ihr atmosfair Beitrag
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Peru entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 7520 kg.
Durch einen freiwilligen Beitrag von 176 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de
Manú Nationalpark
- Der Manu Nationalpark wurde 1977 gegründet und zählt mit 1.692.37 ha zu den ökologisch wertvollsten Regenwaldgebieten mit der höchsten Bio-Diversität der Erde. Der Nationalpark wurde 1987 zum biologischen Weltkulturerbe erklärt. Von der UNESCO unterstützt, herrschen strenge Regeln, die so gut wie keinen Eingriff in die Natur durch menschliche Hand zulassen. Hier im Manu kann man einen der letzten intakten Regenwälder in seinem Urzustand erleben. Der Nationalpark ist in drei Zonen unterteilt, wobei eine Zone keinerlei Eingriffe oder Besuche zulässt. Die zweite Zone darf von Touristen nur unter Einhaltung strenger Verhaltensregeln besucht werden. Als dritte Zone gilt die Pufferzone, wo gewisse regulierte Agrar-Aktivitäten der Einheimischen und Tourismus zugelassen sind. Sie besuchen Zone 2 und 3. Der Manu Nationlpark beherbergt über 15.000 Pflanzenarten, 800 bis 1.000 verschiedene Vogelarten, 200 verschiedene Säugetierarten (Raubkatzen, Brillenbären, Affen, Wildschweine, Riesenotter, Wasserschweine, Tapire…), über 70 Reptilienarten (u. a. den Schwarzen und Weißen Kaiman), über 2.500 Arten von Schmetterlingen und rund 100 Arten von Fledermäusen. Ebenso eine überwältigende Artenvielfalt von Urwaldriesen, die heute im übrigen Amazonas - bedingt durch die Holzwirtschaft - fast nicht mehr zu sehen sind. Vollkommen isoliert leben einige Indianerstämme, die bis zum heutigen Tag keinen Kontakt mit der Zivilisation hatten und durch die UNESCO geschützt sind.
Reise-Details zum Ausdrucken!
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